In Luxemburg

02. Mai 2019 06:58; Akt: 02.05.2019 07:17 Print

Fernsehsender lehnt Déi-​​Lénk-​​Wahlwerbung ab

LUXEMBURG – Die Linkspartei liegt im Clinch mit dem Fernsehsender RTL. Dieser weigert sich zwei Wahlwerbespots der Partei auszustrahlen, weil sie auf Französisch sind.

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David Wagner und seine Partei liegen im Clinch mit RTL Luxemburg. (Bild: Editpress)

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David Wagner von der Partei Déi Lénk ist sauer. Der Fernsehsender RTL weigert sich zwei Werbespots seiner Partei für die Europawahlen auszustrahlen. «Das ist einfach unerhört. Wie kann sich ein multinationales Unternehmen wie RTL das Recht herausnehmen, Spots abzulehnen, weil diese nicht auf Luxemburgisch sind?», fragt der Politiker.

Obwohl die Behörde zur Medienüberwachung (Alia) der Ansicht ist, dass der Sender keinen triftigen Grund hat, die Werbespots abzulehnen, wurden sie noch nicht ausgestrahlt. Wie RTL-Generaldirektor Christophe Goossens unseren Kollegen vom Tageblatt sagte, habe der Sender Ende März allen Parteien einen Leitfadenzukommen lassen. Darin erkläre der Sender, dass er lediglich Video- und Audiomaterial in luxemburgischer Sprache veröffentlicht.

«Die Regeln müssen für alle Parteien gleich sein»

Für Déi Lénk ist der Fall unverständlich, da das öffentlich-rechtliche Radio 100.7 die Spots auf Französisch ausstrahlt. «Luxemburg hat drei Amtssprachen. Eine davon ist Französisch. RTL glaubt aber, über der Verfassung zu stehen», sagt Wagner. Eine dringende parlamentarische Anfrage in der Sache wurde an Premierminister und Medienminister Xavier Bettel gerichtet. Er wird in Kürze Antwort geben.

RTL reagierte am Mittwoch offiziell mit einer Pressemitteilung. Darin heißt es wiederholt, der Sender habe der Alia am 27. März ein Factsheet für Radio- und Fernsehen geschickt. Dieses sei allen Parteien übermittelt worden. In dem Papier wurde festgelegt, dass Radio- und Fernsehspots in Luxemburgisch geliefert werden sollen. RTL schreibt weiter, der Sender sei nicht gegen die Verwendung anderer Sprachen in offiziellen Wahlsendungen, sei aber der Meinung, «dass die Regeln für alle Parteien gleich sein müssen.»

(Patrick Théry/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • BlaBla am 02.05.2019 12:26 Report Diesen Beitrag melden

    Mat wat vir engem Recht schreift RTL den Parteien vir wei hiren Spot soll ausgesinn? Déi bidden dach just eng Plattform un. An Gesetzer déi verschidden Saachen virbieden hunn mer jo. Verréckten Welt. "Frei Press" déi Politik mëscht?

  • Ursula am 02.05.2019 10:10 Report Diesen Beitrag melden

    Wie RTL immer richtig betont geschieht die Wahlwerbung unter der Verantwortung der Regierung und nicht der von RTL. RTL hat also kein Factsheet auszuarbeiten sondern die Regierung.

  • Knouter am 02.05.2019 10:55 Report Diesen Beitrag melden

    Wéi den Här Wagner jo richtecht seet hunn mir 3 Amtssproochen, dann sollen déi Lenk den Spot ob 3 Sproochen maachen, firwat just ob franséisch?

Die neusten Leser-Kommentare

  • jimmy hendrix am 02.05.2019 14:24 Report Diesen Beitrag melden

    richteg esou.

  • BlaBla am 02.05.2019 12:26 Report Diesen Beitrag melden

    Mat wat vir engem Recht schreift RTL den Parteien vir wei hiren Spot soll ausgesinn? Déi bidden dach just eng Plattform un. An Gesetzer déi verschidden Saachen virbieden hunn mer jo. Verréckten Welt. "Frei Press" déi Politik mëscht?

  • Knouter am 02.05.2019 10:55 Report Diesen Beitrag melden

    Wéi den Här Wagner jo richtecht seet hunn mir 3 Amtssproochen, dann sollen déi Lenk den Spot ob 3 Sproochen maachen, firwat just ob franséisch?

  • Ursula am 02.05.2019 10:10 Report Diesen Beitrag melden

    Wie RTL immer richtig betont geschieht die Wahlwerbung unter der Verantwortung der Regierung und nicht der von RTL. RTL hat also kein Factsheet auszuarbeiten sondern die Regierung.

  • Leonie am 02.05.2019 09:52 Report Diesen Beitrag melden

    Bravo!