Steuervorteile

24. September 2019 10:24; Akt: 24.09.2019 10:58 Print

Fiat soll 30 Millionen an Luxemburg zahlen

Das EU-Gericht hat entschieden, dass Fiat illegale Steuervorteile erhalten hat. Das Urteil könnte für weitere Fälle Signalwirkung haben.

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Luxemburgs Regierung kündigt an, «das Urteil mit der gebotenen Sorgfalt» zu prüfen. (Bild: Thomas Eisenhuth)

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Das EU-Gericht hat die von der EU-Kommission verhängte Steuernachzahlung der Fiat-Gruppe in Luxemburg bestätigt. Die Beschwerden sowohl des Unternehmens als auch Luxemburgs würden abgewiesen, erklärten die Luxemburger Richter am Dienstag.

Die EU-Kommission hatte 2015 befunden, dass die Fiat-Gruppe in Luxemburg unerlaubte Steuervorteile bekommen habe. Das Unternehmen habe Gewinne demnach innerhalb der gleichen Gruppe von einem Unternehmen zum anderen verschoben. Der Brüsseler Behörde zufolge zahlte es unterm Strich beinahe keine Steuern auf erzielte Gewinne. Fiat soll daher in Luxemburg etwa 30 Millionen Euro nachzahlen. Die Entscheidung stand in einer Reihe von Beschlüssen der Brüsseler Behörde zu unerlaubten Steuervorteilen, etwa auch gegen Apple. Dieser Fall wird derzeit noch in Luxemburg verhandelt.

Urteil kann noch gekippt werden

Gegen das Urteil kann innerhalb von rund zwei Monaten beim höherrangigen Europäischen Gerichtshof (EuGH) vorgegangen werden.

Luxemburg kündigt an, «das Urteil mit der gebotenen Sorgfalt» zu prüfen und «behält sich alle seine Rechte vor», wie die Regierung in einer Stellungnahme mitteilte. Weiter heißt es darin, dass der Staat «in den letzten Jahren zahlreiche Reformen zur Bekämpfung von Steuerhinterziehung und Steuerbetrug durchgeführt» habe und weiterhin aktiv und konstruktiv an den laufenden Diskussionen über die internationale Unternehmenssteuerreform teilnehmen werde.

(L'essentiel/dpa/mb)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Manni am 24.09.2019 13:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wann de klenge Mänchen Steierschold huet, muss dat zimlech schnell bezuelt gin, an esou grous Konzerner kréien vun eisem Staat nach Zocker an den A.... geblosen! Do muss en sech awer Fro stellen mat wat fir Methoden dat ofleeft.

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  • Iris Gläser am 24.09.2019 13:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wäre doch super, wenn das Geld dann in den öffentlichen Nahverkehr, Umweltprojekte und die Begrünung der Städte gesteckt werden würde. Man darf ja noch Träume haben...

  • Julie am 24.09.2019 13:09 Report Diesen Beitrag melden

    Wenn der Staat darauf besteht das Geld nicht entgegen zu nehmen dann würde ich mich dieser Aufgabe gerne stellen, sozusagen ehrenamtlich. Es ist ja nicht so dass kein Geld gebraucht wird allerdings würde unser Staat zugeben Steuerhinterzieher zu fördern. Als einfacher Bürger der Steuern noch und nöcher zahlt kann ich nicht einverstanden sein dass Grossverdiener dies nicht tun, egal ob diese dann abziehen ( ich verzichte gern auf die 3.Spur auf der A3)

Die neusten Leser-Kommentare

  • Beko am 24.09.2019 23:15 Report Diesen Beitrag melden

    Sollen se dann mir dei suen ginn ech hätt naicht dogeinnt ????????????

  • Knadderer am 24.09.2019 14:06 Report Diesen Beitrag melden

    Wann Fiat dat do muss bezuelen dann dreit Fiat Letzebuerg de Reck an wat as dann dann hun mer och neicht erreecht alt erem souvill Aarbechtsplaatzen dei verluer gin.

  • John Doe am 24.09.2019 13:52 Report Diesen Beitrag melden

    Uhhh... Wartet mal bis der Herr Schneider das hört - der verschenkt das Geld dann wieder an Fiat. So geschehen mit (unter anderem) die 250 Millionen an Amazon.

  • Iris Gläser am 24.09.2019 13:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wäre doch super, wenn das Geld dann in den öffentlichen Nahverkehr, Umweltprojekte und die Begrünung der Städte gesteckt werden würde. Man darf ja noch Träume haben...

  • Julie am 24.09.2019 13:09 Report Diesen Beitrag melden

    Wenn der Staat darauf besteht das Geld nicht entgegen zu nehmen dann würde ich mich dieser Aufgabe gerne stellen, sozusagen ehrenamtlich. Es ist ja nicht so dass kein Geld gebraucht wird allerdings würde unser Staat zugeben Steuerhinterzieher zu fördern. Als einfacher Bürger der Steuern noch und nöcher zahlt kann ich nicht einverstanden sein dass Grossverdiener dies nicht tun, egal ob diese dann abziehen ( ich verzichte gern auf die 3.Spur auf der A3)