Luxemburg

14. Dezember 2020 18:39; Akt: 14.12.2020 19:29 Print

Finanzplatz soll besser geschützt werden

LUXEMBURG – Das Justizministerium hat am Montag einen Bericht veröffentlicht, der aufzeigt, wie das Großherzogtum versuchen wird, Geldwäsche besser zu bekämpfen.

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Das Baugewerbe ist anfällig für Geldwäscher. (Bild: AFP/Norberto Duarte)

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Der internationale Finanzplatz Luxemburg ist bezüglich der Risiken von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung neu bewertet worden. In einem am Montag vom Justizministerium veröffentlichten Bericht heißt es, dass der Finanzplatz mit 50.900 Beschäftigten den größten Wirtschaftssektor des Landes darstellt und 23 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) ausmacht.

Die größte Bedrohung für die Finanzwirtschaft ist die Geldwäsche: Wie die Autoren schreiben, würden der Großteil des hierzulande gewaschenen Geldes aus Straftaten im Ausland stammen: Betrug und Fälschung, Steuerdelikte, Korruption und Drogenhandel. Dem Bericht zufolge ist das Private Banking in Luxemburg besonders stark von Geldwäschern unterlaufen. Die Gründe dafür seien das hohe Engagement bei internationalen Kunden, die hohe Konzentration von vermögenden Kunden und die Komplexität bestimmter Finanzprodukte.

Kriminelle bleiben anonym

Außerdem berichten die Autoren, dass von Wirtschaftsprüfern, Buchhaltern und Steuerberatern aufgrund ihres rechtlichen Status, ihres Zugangs zu Finanzdienstleistungen und ihrer Rolle als Vermittler erhebliche Risiken ausgehen.

Als risikoreicher Sektor in Luxemburg wird auch das Immobilien- und Bauwesen angesehen. 6500 Unternehmen und mehr als 50.000 Beschäftigte vereinigt das Großherzogtum. Im Jahr 2019 habe der Wert der kombinierten Produktion im Land 14 Milliarden Euro überstiegen. Diese großen Geldtransaktionen böten die Möglichkeit, die wahre Herkunft der Gelder zu verschleiern. Die große Anzahl der Kunden biete auch eine gewisse Anonymität für Kriminelle.

(fl/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Gut, fangen wir mit den Politikern an am 14.12.2020 19:31 Report Diesen Beitrag melden

    denn in der Politik liegt der größte Dreckhaufen!!!

  • mensch am 14.12.2020 22:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Das erklärt das Preisniveau..

  • Boa ei am 23.12.2020 21:18 Report Diesen Beitrag melden

    Mer mussen eischter d‘Letzebuerger virum „Finanzplatz“ schëtzen. Sie ginn eraus geheit an d‘Frontarliéen agestallt :-(

Die neusten Leser-Kommentare

  • Boa ei am 23.12.2020 21:18 Report Diesen Beitrag melden

    Mer mussen eischter d‘Letzebuerger virum „Finanzplatz“ schëtzen. Sie ginn eraus geheit an d‘Frontarliéen agestallt :-(

  • ech wees et am 15.12.2020 11:56 Report Diesen Beitrag melden

    finanz paatz ass geschwenn eriwwer , opgepasst de bitcoin kennt, dann äddi luxusburg

  • mensch am 14.12.2020 22:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Das erklärt das Preisniveau..

  • Gut, fangen wir mit den Politikern an am 14.12.2020 19:31 Report Diesen Beitrag melden

    denn in der Politik liegt der größte Dreckhaufen!!!