Coronavirus

26. Februar 2020 18:04; Akt: 27.02.2020 11:07 Print

Firmen dürfen niemanden in Quarantäne zwingen

LUXEMBURG – Die Regierung hat am Mittwoch über die neusten Entwicklungen in Sachen Coronavirus informiert. Demnach bleibt Luxemburg bislang verschont.

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Unternehmen können von ihreren Angestellten in Quarantäne nicht verlangen, dass diese dafür Urlaub nehmen. (Bild: PIXABAY/Symbolbild)

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Die Auswirkungen des Coronavirus erreichen nun auch Luxemburgs Firmen. Denn Reisende, die aus einem betroffenen Gebiet heimkehrenden, müssen in Quarantäne. Vierzehn Tage lang müssen sie zu Hause bleiben. Mehrere Gewerkschaften hatten kritisiert, dass einige Betroffene von ihren Arbeitgebern deshalb gezwungen worden seien, für diese Zeit Urlaub zu nehmen.

Gesundheitsministerin Paulette Lenert (LSAP) stellte am Mittwochnachmittag klar: «Der Arbeitnehmer kann nicht gezwungen werden, seinen gesetzlichen Urlaub zu nehmen». Die Kosten für den Ausfall habe das Unternehmen zu tragen, wenn es beschließt, den Arbeitnehmer nach Hause zu schicken.

Es könne auch keine Lösung sein, dass Unternehmen von ihren Arbeitnehmern verlangen, dass diese sich krankschreiben lassen. «Ein Arzt kann einer Person nicht eine Krankheit bescheinigen, die diese nicht hat, das ist nicht zulässig», erklärte Gesundheitsdirektor Dr. Jean-Claude Schmit.

«Naiv zu glauben, dass Luxemburg verschont bleibt»

Ein weiteres Thema der Pressekonferenz war die Situation der Spanien-Urlauber. Nach der Infektion eines Touristen im Hotel H10 Costa Adeje Palace auf Teneriffa wurde über die gesamte Anlage eine Quarantäne verhängt. 14 Kunden von LuxairTours stecken noch in dem Hotel fest, vier davon sind Luxemburger Staatsbürger. 16 Personen, die bereits nach Luxemburg zurückgekehrt waren, sind ebenfalls isoliert worden. «Sie wurden alle identifiziert und warten zu Hause auf die Aufhebung der Quarantäne», berichtete die Ministerin. Die Quarantäne der Luxemburger China-Heimkehrer sei aufgehoben worden, sie waren am vergangenen Freitag aus China zurückgekehrt. Aktuell seien keine Patienten auf der Isolierstation des CHL untergebracht.

«Wir wollten die Bevölkerung beruhigen. Der Notfallplan wurde heute bereits getestet, dabei wurden zwei Szenarien erfolgreich durchgespielt. Die Vorräte an Masken und Medikamenten sind vorbereitet», sicherte die Ministerin zu. Außerdem sei ein Krisenstab eingerichtet, der in ständigem Kontakt mit den Gesundheitsbehörden anderer Länder stehe. «Wir machen uns bereit. Es wäre naiv zu glauben, dass Luxemburg verschont bleibt. Aber es ist schwierig, eine Prognose zu erstellen, wann das Virus hier auftreten wird», sagte Paulette Lenert abschließend.

(th/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • GeraBo am 27.02.2020 09:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wéi kann eng Gesondheetsministech behaapten et wier fir alles gesuecht.Masken etc. Als Privat Persoun si kéng Masken méi ze kréien,laut den Aptikten. An rift een um Ministaire un,kritt een lapidar gesot,firwat braucht dier eng Mask. An dann gët ee gewuer dass fir de Ministaire Masken do sin. Elo kann eis Gambia-Regierung beweisen wat d'Vollék hinnen wäert ass.

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  • Mündiger Bürger am 27.02.2020 12:18 Report Diesen Beitrag melden

    Ja, und die Jod Tabletten liegen auch schon bereit .......

  • Besserwisserboy am 27.02.2020 14:21 Report Diesen Beitrag melden

    Waat e Kabes! Anplaz präventiv eppes ze ënnerhuelen warde mir einfach bis de Virus och hei ass an dann ass den Zauber erem grouss.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Besserwisserboy am 27.02.2020 14:21 Report Diesen Beitrag melden

    Waat e Kabes! Anplaz präventiv eppes ze ënnerhuelen warde mir einfach bis de Virus och hei ass an dann ass den Zauber erem grouss.

  • Mündiger Bürger am 27.02.2020 12:18 Report Diesen Beitrag melden

    Ja, und die Jod Tabletten liegen auch schon bereit .......

  • pitt am 27.02.2020 11:14 Report Diesen Beitrag melden

    komech dat keen vun Offiziellerseit op die Fro wien den Ausfall vun der Pei bezillt wann en an Quarantän gesaat gedd. Wees keen ed, ass hinnen egaal oder interessiert se net. WEG eng Stellungsnahm dozue

  • Dusninja am 27.02.2020 10:58 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wenn noch letztens ein Flieger aus Mailand angekommt ist sollte es wohl eher lauten "noch keinen Fall entdeckt" als"verschont geblieben".

    • Vanessa am 28.02.2020 13:56 Report Diesen Beitrag melden

      Lo ma emol e Punkt. Nëtt jiddereen deen aus Italien kënnt ass direkt mam coronavirus infizéiert.

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  • GeraBo am 27.02.2020 09:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wéi kann eng Gesondheetsministech behaapten et wier fir alles gesuecht.Masken etc. Als Privat Persoun si kéng Masken méi ze kréien,laut den Aptikten. An rift een um Ministaire un,kritt een lapidar gesot,firwat braucht dier eng Mask. An dann gët ee gewuer dass fir de Ministaire Masken do sin. Elo kann eis Gambia-Regierung beweisen wat d'Vollék hinnen wäert ass.

    • Besserwisserboy am 27.02.2020 14:19 Report Diesen Beitrag melden

      Waat d'Leit eng opféieren wéinst deene Masken! Dir wësst schon dass déi am Fong geduet sin dass deen dee se unhuet keen aneren ustëcht an net fir net ugestach ze gin? Dofir hëlefen se nämlech herzlech wéineg...

    • Nikki am 28.02.2020 14:19 Report Diesen Beitrag melden

      normal Masken (wei beim Zänndokter zB hellefen naicht. Et mussen shcon spezieller sin mat enger Art Loftfilter dran. an wanns de deier nach kriss bezills de..

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