In Luxemburg

17. Januar 2018 15:21; Akt: 17.01.2018 15:27 Print

Fluggäste haben Rechte -​​ hier sind die wichtigsten

LUXEMBURG - Immer mehr Passagiere in Luxemburg haben Ärger mit ihrer Fluggesellschaft – das Wirtschaftsministerium klärt über Entschädigungsansprüche auf.

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Vergangenes Jahr wurden am Flughafen Luxemburg 3,6 Millionen Passagiere gezählt.

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Die Direktion für Verbraucherangelegenheiten kann nicht über Langeweile klagen. Im vergangenen Jahr sind in der Fachstelle des Wirtschaftsministeriums 242 Beschwerden zum Thema Luftfahrt eingegangen, 60 Prozent mehr als 2016, wie die Rechtsberaterin Cindy Bauwens am Mittwoch anlässlich eines «Midi du consommateur européen» in der Maison de l'Europe erklärte.

Die höhere Anzahl der Reklamationen hat einen einfachen Grund: Am Flughafen Luxemburg sind die Passagierzahlen in den vergangenen Jahren rasant in die Höhe geklommen. Mehr Passagiere bedeutet auch mehr Beschwerden. «Die Zahlen halten sich aber noch in Grenzen. Zumal 80 Prozent der Streitfälle gütlich beigelegt werden können», sagt die Juristin. Die Prozedur dauert zwischen drei und sechs Monaten. «Der Fluggast muss zunächst der Airline zwei Monate Zeit geben, um eine Antwort zu verfassen und eine eventuelle Entschädigung auszuzahlen», sagt Bauwens.

Bis zu 600 Euro Entschädigung

Bei Flügen bis 1500 Kilometer besteht Anspruch auf eine Entschädigung in der Höhe von 250 Euro, zum Beispiel wenn der Flug überbucht, mindestens drei Stunden verspätet oder komplett annulliert wurde. Bei Flügen außerhalb der EU über 3500 Kilometer stehen in diesen Fällen 600 Euro zu.

Auch für Gepäck, das nicht angekommen ist, gibt es Regelungen. Wenn der Koffer nicht am richtigen Ort angekommen ist, muss der Reisende dies sofort reklamieren. Er hat dann die Möglichkeit, für den Kauf von lebensnotwendigen Gütern entschädigt zu werden. Nach 21 Tagen ohne Nachricht gilt der Koffer als verloren. In solchen Fällen werden maximal 1300 Euro erstattet. Wenn der Reisende Gegenstände von höherem Wert mit sich führt, muss er vorab eine Erklärung abgeben und eventuell eine Versicherung abschließen.

Link: So können Sie Ihre Rechte bei Nichtbeförderung, Flugannullierung oder Verspätung geltend machen (guichet.public.lu).

(Thomas Holzer/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Patrick. W am 17.01.2018 15:50 Report Diesen Beitrag melden

    ANWOHNER eines Flugplatzes dagegen haben "keine" Rechte. Ärzte der Uniklinik Mainz geben an, dass FLUGLÄRM Depressionen, Bluthochdruck, Schlaganfälle und Herzinfarkte fördere. Sogar wenn sich die Anwohner nicht wirklich bewusst, durch den Fluglärm gestört fühlen, erhöht er trotzdem den Blutdruck und dies ist ein wichtiger Risikofaktor bei der späteren Entwicklung von Herzinfarkten oder Schlaganfällen. Die gesundheitlichen Folgen zeigen sich nicht immer sofort, sondern können erst 10 bis 15 Jahre später auftreten.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Patrick. W am 17.01.2018 15:50 Report Diesen Beitrag melden

    ANWOHNER eines Flugplatzes dagegen haben "keine" Rechte. Ärzte der Uniklinik Mainz geben an, dass FLUGLÄRM Depressionen, Bluthochdruck, Schlaganfälle und Herzinfarkte fördere. Sogar wenn sich die Anwohner nicht wirklich bewusst, durch den Fluglärm gestört fühlen, erhöht er trotzdem den Blutdruck und dies ist ein wichtiger Risikofaktor bei der späteren Entwicklung von Herzinfarkten oder Schlaganfällen. Die gesundheitlichen Folgen zeigen sich nicht immer sofort, sondern können erst 10 bis 15 Jahre später auftreten.