EXIT-Programm

12. November 2019 13:55; Akt: 12.11.2019 13:55 Print

Fünf Prostituierte haben den Absprung geschafft

LUXEMBURG – Fünfzehn Frauen haben das im Jahr 2015 gestartete EXIT-Programm in Anspruch genommen, nur fünf haben die Wiedereingliederung geschafft.

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Von der Sprachbarriere bis zu Bildungsdefiziten... die Schwierigkeiten bei der Wiedereingliederung ehemaliger Prostituierter in den Arbeitsmarkt sind vielfältig.

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Die Prostitution zu verlassen, sei für Frauen keine «leichte» Entscheidung, sagt Taina Bofferding (LSAP), Ministerin für Gleichstellung von Frauen und Männern. In einer parlamentarischen Anfrage zum EXIT-Programm, das im Oktober 2015 im Rahmen des nationalen Aktionsplans «Prostitution» eingerichtet wurde, sagte Bofferding, dass fünfzehn Frauen den Service vom Roten Kreuz bisher in Anspruch genommen hätten, der ihnen beim Ausstieg aus dem Milieu helfen soll.

«Drei dieser Kandidaten haben die Voraussetzungen für den Start des Programms nicht erfüllt», sagte die Ministerin. Fünf Prostituierte haben es geschafft, das Prostitutionsgeschäft langfristig zu verlassen. Derzeit befinden sich zwei weitere Prostituierte im EXIT-Programm und stehen kurz vor einem erfolgreichen Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt. Fünf Kandidaten haben das Programm aufgegeben und kehrten zur Prostitution zurück. Taina Bofferding weist darauf hin, dass Prostituierte auch ohne das EXIT-Programm den Ausstieg aus eigener Kraft schaffen können.

Schwierigkeiten bei Wiedereingliederung

«Sprachbarrieren, kulturelle Unterschiede, Bildungsdefizite vom Analphabetismus bis hin zu Schwierigkeiten bei der Anerkennung von Abschlüssen sind nur einige der Faktoren, die den individuellen Erfolg oft gefährden», so die Ministerin. Ganz zu schweigen von anderen Problemen, wie eine prekäre Wohnsituation und die Langsamkeit einiger Verwaltungsverfahren (z.B. Beantragung des Sozialeinkommens).

Um die Prostitution in Luxemburg und insbesondere im Stadtteil Gare der Hauptstadt zu reduzieren, plant der DropIn-Dienst die Einrichtung einer Website und den Start einer Offensive in sozialen Netzwerken, um noch bessere Informationen über das Programm bereitzustellen.

(ol/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Fanny am 12.11.2019 14:18 Report Diesen Beitrag melden

    Eine Webseite scheint nicht sehr hilfreich bei Analphabetismus ….

Die neusten Leser-Kommentare

  • Fanny am 12.11.2019 14:18 Report Diesen Beitrag melden

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