In Luxemburg

27. August 2018 17:15; Akt: 27.08.2018 18:08 Print

Gemeinde-​​Fusionen sollen freiwillig bleiben

LUXEMBURG – Innenminister Dan Kersch berichtete am Montag über Gespräche mit den Leitern kleiner Gemeinden über Fusionen.

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Innenminister Dan Kersch (Mitte) fördert den Zusammenschluss von Kommunen, ohne ihnen eine Fusion aufzuzwingen. (Bild: Editpress/Alain Rischard)

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Die kleinsten Gemeinden in Luxemburg sind dazu aufgerufen, einen Zusammenschluss mit ihren Nachbarn in Betracht zu ziehen. Daran erinnerte Innenminister Dan Kersch (LSAP) am Montag. «Von Anfang an hat die Regierung den Prozess der freiwilligen Fusionen gefördert, ohne den Gemeinden einen Zusammenschluss aufzuzwingen», erklärte der Minister. Er berichtete am Montag über die Gespräche, die er im Juli mit den Bürgermeistern und Schöffen der 51 Gemeinden mit weniger als 3000 Einwohnern in Luxemburg führte.

«Die meisten Gemeinden waren dazu bereit, über eine mögliche Fusion zu sprechen. Einige wollten dies sogar sehr schnell tun», so Kersch. Im Großherzogtum können sich zwei Gemeinden auch dann zusammenschließen, wenn sie nicht dem selben Kanton oder Wahlkreis angehören. Die Behörden würden dann entscheiden, wo das Rathaus der fusionierten Gemeinde steht. «Das Wichtigste ist, dass die Bürger ihren Willen zu einer Fusion in einem Referendum zum Ausdruck bringen können, und die Frage, ob eine Fusion einen Mehrwert für sie bringt», sagt Emile Eicher, Präsident des Gemeindeverbandes Syvicol.

Eine Fusion ermögliche es, «ein gewisses politisches Gewicht zu erlangen und Synergien zu schaffen», sagt Kersch und ergänzt, dass Fusionsgemeinden «die Größe von 3000 Einwohnern» erreichen sollten. Einige Bürgermeister wollten einen möglichen Zusammenschluss mit der Nachbargemeinde nicht diskutieren, weil es ihrer Gemeinde «an nichts fehlt und die Finanzen solide sind». So auch Saeul, das mit 790 Einwohnern den Ehrentitel der kleinsten Gemeinde des Landes trägt.

(jg/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Claude G am 28.08.2018 09:39 Report Diesen Beitrag melden

    Die wenigsten Fusiounen bringen den Einwohnern etwas, sondern nur den Parteien da diese doch ihre Machtposition zur geltung bringen können. Wenn Herr Kersch von Freiwilligkeit sprich vergiesst Er ganz Gewissenhaft, dass die kleinen Gemeinden einfach vie Zuwendungen an der kurzen nein sogar ganz kurzen Leine gehalten werden, was nichts anders als politischer Druck ist

Die neusten Leser-Kommentare

  • Claude G am 28.08.2018 09:39 Report Diesen Beitrag melden

    Die wenigsten Fusiounen bringen den Einwohnern etwas, sondern nur den Parteien da diese doch ihre Machtposition zur geltung bringen können. Wenn Herr Kersch von Freiwilligkeit sprich vergiesst Er ganz Gewissenhaft, dass die kleinen Gemeinden einfach vie Zuwendungen an der kurzen nein sogar ganz kurzen Leine gehalten werden, was nichts anders als politischer Druck ist