Energiepreise

01. Juli 2020 18:17; Akt: 01.07.2020 18:25 Print

Gasrechnungen für Haushalte sind gesunken

LUXEMBURG – Aufgrund des milden Winters und der Corona-Krise gab es einen Rückgang der Energienachfrage. Dieser hat sich insbesondere auf die Gasrechnungen ausgewirkt.

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Erdgaskunden können seit Anfang des Jahres von sinkenden Preisen profitieren, wie Energieminister Claude Turmes bemerkte. (Bild: DR )

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Bis zu 18 und 30 Prozent: so viel haben Belgier seit Anfang des Jahres bei ihren Strom- und Gasrechnungen gespart. Grund dafür: die milden Temperaturen im vergangenem Winter und der durch Covid-19-bedingte Wirtschaftsabschwung. Doch wie sieht die Situation diesbezüglich in Luxemburg aus? Hierzulande scheint sich ein uneinheitliches Bild zu ergeben, wie die Antwort von Energieminister Claude Turmes auf die Frage vom Abgeordneten Mars Di Bartolomeo (LSAP) lautete. «Bei den meisten Stromlieferanten» hätten sich die Preise «seit dem Beginn der Corona-Krise» nicht geändert. Im vergangenem Januar waren die Strompreise übrigens um zehn Prozent angestiegen.

Doch warum? In seiner Erklärung wies Turmes darauf hin, dass der Preis, der dem Kunden in Rechnung gestellt wird einen Durchschnitt der während der Lieferungszeit geltenden Marktpreise widerspiegelt. Dieser entspreche nicht dem Preis zu einem bestimmten Zeitpunkt, wie er auf kurzfristigen Energiegroßhandelsmärkten angewandt wird. Aus diesem Grund würden «die meisten Luxemburger Energieversorger die Preisstabilität bevorzugen, statt kurzfristig schwankende Preise anzuwenden», so der Minister.

«Einen Rückgang um mehr als 20 Prozent»

Dennoch konnte bei den Erdgaspreisen seit Anfang des Jahres «aufgrund der kurzfristigeren Teilversorgung ein Rückgang um mehr als 20 Prozent» festgestellt werden, wie der Minister berichtete.

Turmes betonte, dass laut einer Eurostat-Studie die Energiepreise in Luxemburg niedriger als die der Nachbarländern sind. So lag der Stompreis in der zweiten Hälfte des Jahres 2019 in Frankreich um sechs Prozent höher, in Belgien und Deutschland um 58 Prozent höher und in der EU um rund 20 Prozent höher als in Luxemburg. Erdgaspreise waren in Belgien um 38 Prozent, in Deutschland um 42 Prozent, in Frankreich um 102 Prozent und in der EU um 74 Prozent teurer als im Großherzogtum. Diese Preise verstehen sich inklusive aller Steuern und Benutzungsgebühren.

(L'essentiel)

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