Corona-Pandemie

14. Juli 2020 07:01; Akt: 14.07.2020 07:02 Print

«Gefahrenzone orange» hat keine Folgen im Alltag

LUXEMBURG – Obwohl das Großherzogtum von den belgischen Behörden als «orangene Gefahrenzone» eingestuft wurde, ändert das kaum etwas am Alltag vieler Menschen.

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Laut Außenminister Jean Asselborn muss die Zahl der Neuinfektionen in Luxemburg im Verhältnis zur hohen Anzahl der Tests gesehen werden. (Bild: DPA)

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Wegen des Wiederanstiegs der Corona-Infektionen in Luxemburg, hat Belgien am Sonntag das Land als «orangene Gefahrenzone» eingestuft. Was bedeutet das konkret? Für Luxemburger, die die Grenze nach Belgien überqueren «überhaupt nichts», wie ein Sprecher des belgischen Außenministeriums erklärte.

Gegenüber der eigenen Bevölkerung sprachen die belgischen Behörden lediglich eine Empfehlung aus: «Wir bitten darum, lediglich nach Luxemburg zu fahren, um zu arbeiten oder Verwandte zu besuchen», so der Sprecher weiter. Außerdem müsse im Großherzogtum dringend auf die Einhaltung des Mindestabstands und das Tragen einer Maske geachtet werden.

Luxemburg testet auch seine Grenzgänger

Eine Expertenkommission beurteilt die Situation im Großherzogtum in regelmäßigen Abständen. Ein Land wird von Belgien als «orangene Gefahrenzone» eingestuft, wenn die Zahl der Fälle pro 1000 Einwohner doppelt so hoch ist wie in Belgien, als «rote Gefahrenzone», wenn die Zahl der Fälle pro 1000 Einwohner zehnmal so hoch ist.

Luxemburgs Außenminister Jean Asselborn wies in diesem Zusammenhang auf die hohe Zahl der Tests hin, die hierzulande durchgeführt werden. Dadurch steige zwangsläufig auch die Zahl der erfassten Infektionen. Außerdem teste das Land auch seine Grenzgänger. Tatsächlich werden in Luxemburg – nach den Faröer Inseln und Gibraltar – gerechnet auf die Bevölkerung weltweit die meisten Tests durchgeführt.

(Séverine Goffin/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Sylvie am 14.07.2020 09:58 Report Diesen Beitrag melden

    Augerechnet Belgien, das weltweit mit am meisten an Covid-19 Verstorbene zu beklagen hatte, verhält sich so extrem schäbig gegenüber Luxemburg, das ist unterste Schublade!! Dabei werden belgische, genau sowie französiche und deutsche Grenzgänger in Luxembourg getestet und den Zahlen der Infizierten Grenzgänger, also KEINE in Luxemburg ansässige Menschen, Luxemburg zugeschlagen. Das waren per gestern 17,81 %!! In Belgien, sowie in zahlreichen anderen Ländern, verschliesst man, nur um gut dazustehen, die Augen vor der bitteren Realität, indem man nur bekannte, sichtbare Verdachtsfälle testet.

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  • Julie am 14.07.2020 08:23 Report Diesen Beitrag melden

    Trump 2 , Asselborn drückt sich zwar differenzierter aus allerdings ist die Kernidee die gleiche : "Keine Tests keine Kranken", das war auch schon vor Corona meine Devise entsprechend vermeide ich seit 20 Jahre Arztbesuche

  • Daweb am 14.07.2020 07:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Noch nicht...

Die neusten Leser-Kommentare

  • Léon am 14.07.2020 13:19 Report Diesen Beitrag melden

    Personne vous oblige d’aller en Belgique

  • Sylvie am 14.07.2020 09:58 Report Diesen Beitrag melden

    Augerechnet Belgien, das weltweit mit am meisten an Covid-19 Verstorbene zu beklagen hatte, verhält sich so extrem schäbig gegenüber Luxemburg, das ist unterste Schublade!! Dabei werden belgische, genau sowie französiche und deutsche Grenzgänger in Luxembourg getestet und den Zahlen der Infizierten Grenzgänger, also KEINE in Luxemburg ansässige Menschen, Luxemburg zugeschlagen. Das waren per gestern 17,81 %!! In Belgien, sowie in zahlreichen anderen Ländern, verschliesst man, nur um gut dazustehen, die Augen vor der bitteren Realität, indem man nur bekannte, sichtbare Verdachtsfälle testet.

    • Julie am 14.07.2020 11:47 Report Diesen Beitrag melden

      @Sylvie, die 7-Tage Inzidenz liegt in Luxemburg aktuell bei 65 dann rechnen Sie die 17,81 % weg dann ergibt sich immer noch 53, im Vergleich Belgien hat aktuell 6,3 ! dass Belgien ihre Kranken auch testet kann man ja wohl nicht in Frage stellen. Ausserdem hat Belgien uns auf die liste orange gesetzt und das Robert Koch Institut bereits auf die rote Liste ! Schuldzuweisungen an andere Länder bringen nix, Pandemieregeln einhalten schon

    • Sylvie am 14.07.2020 16:28 Report Diesen Beitrag melden

      Julie, ja Belgien "testet" auch, aber NUR die Verdachtsfälle und nicht wie Luxemburg, alle Bürger und Grenzgänger die freiwillig teilnehmen möchten. Das ist der grosse Unterschied, ausserdem sind momentan keine "zuverlässigen Zahlen" mehr aus Belgien zu bekommen. "Schuldzuweisungen an andere Länder bringen nix, Pandemieregeln einhalten schon" was für ein Blödsinn! Sie stellen Luxemburg so dar als ob wir die einzigen wären die die Regeln nicht einhalten, die anderen Länder aber schon!! Als Luxembugerin sollten SIE sich was schämen, aber wahrscheinlich wohnen Sie nur hier, leider!!!

    • Sylvie am 14.07.2020 17:14 Report Diesen Beitrag melden

      Julie, "und das Robert Koch Institut bereits auf die rote Liste", wo haben Sie denn diese Weisheit her??? Quelle bitte!!! Denn ich verbringe mehrere Stunden am Tag mit SPIEGEL online lesen, und diese "Ihre Weisheit" habe ich noch nirgends gelesen. Alles nur Wichtigtuerei!!! Warum sind Sie überhaupt noch hier in Luxemburg wenn alles so schlimm ist und alle so undiszipliniert sind und die anderen die Belgier und viele mehr so PERFEKT sind??

    einklappen einklappen
  • Julie am 14.07.2020 08:23 Report Diesen Beitrag melden

    Trump 2 , Asselborn drückt sich zwar differenzierter aus allerdings ist die Kernidee die gleiche : "Keine Tests keine Kranken", das war auch schon vor Corona meine Devise entsprechend vermeide ich seit 20 Jahre Arztbesuche

  • Daweb am 14.07.2020 07:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Noch nicht...