«Panama Papers»

26. April 2016 17:47; Akt: 26.04.2016 18:45 Print

Generaldirektor der CSSF wird beschuldigt

LUXEMBURG - Claude Marx, Generaldirektor der Aufsichtsbehörde des Finanzsektors CSSF, soll Verbindungen zu der dubiosen Kanzlei Mossack Fonseca gehabt haben.

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Claude Marx zusammen mit Finanzminister Pierre Gramegna. (Foto: Editpress/Skoenig)

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Am 5. Februar übernahm Claude Marx den Posten des Generaldirektors bei der Aufsichtsbehörde des Finanzsektors CSSF. Der 49-Jährige war zuvor CEO bei Lombard International Assurance (2012-2015) und löste dann Jean Guill ab, der sich in den Ruhestand verabschiedete. Doch nun steht ein früherer Posten von Marx im Fokus: Seine Tätigkeit als stellvertretender Direktor der HSBC Private Bank von 2000 bis 2011 in Luxemburg.

In dieser Zeit soll Marx dutzende Tarnfirmen ins Leben gerufen und in Kontakt mit Mossack Fonseca gestanden haben. Dies wurde nun von Journalisten öffentlich gemacht, die immer noch die umfangreichen «Panama Papers» analysieren. Wie belgische Medien, darunter Le Soir, berichten, hatte Marx dabei seine Finger mit im Spiel.

Ministerium unterstützt Marx

Auf Nachfrage von L'essentiel erklärte die CSSF, dass sich Marx zu den Vorwürfen nicht äußern werde. Das Finanzministerium gab dagegen eine Erklärung ab: Marx erhielt den Posten als Generaldirektor aufgrund «seiner Fähigkeiten, seines Rufs und seiner Erfahrung im Finanzsektor. (...). Er hat ganz klar erklärt, dass er nie Aktionär oder Vertreter von Offshore-Firmen war. Claude Marx hat sich auch als Förderer der ICMA (die sich für mehr Integrität und Transparenz im Finanzsektor einsetzt, vor allem kämpft sie gegen Geldwäsche, Anm. d. Red.) einen Namen gemacht. Sein Engagement ist über jeden Zweifel erhaben.»

Vor 14 Tagen hat die CSSF alle Banken in Luxemburg aufgefordert, über mögliche Verbindungen zu Offshore-Firmen zu informieren. Sei es Panama oder andere Steueroasen.

(MC/L'essentiel)

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