Sandweiler Rathaus

17. Oktober 2020 09:00; Akt: 16.10.2020 21:19 Print

Geplanter Rathaus-​​Abriss spaltet Sandweiler

SANDWEILER – Das Rathaus von Sandweiler soll abgerissen und neu gebaut werden. Doch das sorgt momentan für Streit. Eine Volksabstimmung soll nun Klarheit bringen.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

Das Sandweiler Rathaus ist leicht an seinen roten Außenwänden und an seiner runden Form erkennbar. Nun soll das 20 Jahre alte Gebäude abgerissen und durch ein neues Rathaus ersetzt werden. Das ist zumindest der Plan von Bürgermeisterin Simone Massard-Stitz (CSV). Laut ihr ist der Rundbau «den heutigen Anforderungen nicht mehr genügend». Unter anderem habe das Gebäude eine negative Energiebilanz und es mangele an Platz – nicht zuletzt wegen der Runden Form.

«Wir hatten zuerst an eine Renovierung gedacht. Aber das würde schätzungsweise 3,5 Millionen Euro kosten. Und das, um ein schlecht entworfenes Gebäude zu renovieren, ohne nur einen zusätzlichen Quadratmeter zu gewinnen», erklärt die Bürgermeisterin. Eine Verlegung des Rathauses in die Rue d'Itzig ist erwogen worden, aber das Projekt war nicht überzeugend. «Es wäre weniger zentral, und es wäre immer noch notwendig, für die Renovierung des derzeitigen Rathauses zu bezahlen, um es anders zu nutzen». Simone Massard-Stitz stellt aber klar, das Gebäude nicht leichten Herzens abreißen zu wollen, sondern nur «um ein funktionelleres Gebäude mit zwei Stockwerken» zu bekommen.

Opposition will Referendum organisieren

Während die Koalitionspartner CSV und Déi Gréng das Projekt unterstützen, sieht die Opposition dies ganz anders. LSAP und DP haben deshalb eine Petition eingereicht und fordern deshalb eine Volksabstimmung. Bisher habe diese mehr als 500 Unterschriften erhalten, so Gemeinderatsmitglied Jacqueline Breuer (LSAP). Damit ist die Mindestquote von einem Fünftel Wähler erreicht, so dass die Gemeinde nun drei Monate Zeit hat ein Referendum zu organisieren.

«Der Architekt behauptet, dass das Gebäude für weniger als eine Million Euro renoviert und ausgebaut werden könne. Aber ein Plan oder ein Kostenvoranschlag wurde uns noch nicht vorgelegt», so Breuer. Auch sei sie nicht davon überzeugt, dass mehr Platz geschaffen werden muss und fordert eine «bessere Verwendung des Geldes in dieser Krisenzeit». Laut Bürgermeisterin Massard-Stitz seien die Gemeindefinanzen solide. Die Kosten für das zukünftige Gebäude seien allerdings noch nicht bekannt, erklärte sie.

(jg/L'essentiel)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Nohaltëgkeet de luxe am 19.10.2020 07:11 Report Diesen Beitrag melden

    e Gemengenhaus no 20 Joër fir ofzerappen ... dat nennt een nohaltëg bauen! ...

  • Arme Arbeiter gibt es auch in Luxemburg am 17.10.2020 10:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Dann soll sie das aus eigener Tasche bezahlen. Ein Gebäude von knapp 20 Jahre abzureissen nur um ein Betonklotzen dahinzustellen . Die Wähler werden sich daran erinnern bei den nächsten Wahlen und dann tschüss und auf nimmerwiedersehen Frau Möchtegern Bürgermeisterin. Ausserdem finde ich persönlich dieses Gebäude richtig cool, mal was anderes

Die neusten Leser-Kommentare

  • Nohaltëgkeet de luxe am 19.10.2020 07:11 Report Diesen Beitrag melden

    e Gemengenhaus no 20 Joër fir ofzerappen ... dat nennt een nohaltëg bauen! ...

  • Arme Arbeiter gibt es auch in Luxemburg am 17.10.2020 10:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Dann soll sie das aus eigener Tasche bezahlen. Ein Gebäude von knapp 20 Jahre abzureissen nur um ein Betonklotzen dahinzustellen . Die Wähler werden sich daran erinnern bei den nächsten Wahlen und dann tschüss und auf nimmerwiedersehen Frau Möchtegern Bürgermeisterin. Ausserdem finde ich persönlich dieses Gebäude richtig cool, mal was anderes