Coronavirus

29. Juni 2020 14:43; Akt: 29.06.2020 14:57 Print

Gesundheitssektor bekommt wieder mehr Autonomie

LUXEMBURG – Die Akteure des Gesundheitswesens kümmern sich seit Juni wieder eigenständig um die Bestellungen von Schutzausrüstung.

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Die Arbeiten der Logisitik-Einheit, die sich um die Versorgung von Schutzausrüstung im Pflegedienst kümmerte, wurde zum 1. Juni eingestellt. (Bild: CGDIS)

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Seit Beginn der Corona-Pandemie arbeiten sämtliche Akteure des Gesundheitssektors eng zusammen, um eine bestmögliche Versorgung der Patienten und Arbeitskräfte zu garantieren und Ausrüstungsengpässe zu vermeiden. Bis dato kümmerte sich ein Logistik-Team aus 45 Personen um die Bestellungen der Schutzausrüstungen und Medikamente, damit eine Reserve dieser Gegenstände auf nationaler Ebene gewährleistet werden kann.

In einer nächsten Phase sollen die einzelnen Dienstleister sich wieder selbst um diese Bestellungen kümmern. Warum diese Schritte zum 1. Juni eingeleitet wurden und wie dennoch sichergestellt werden soll, dass sämtliche Akteure des Gesundheitswesens ausreichend versorgt sind, wollten CSV-Abgeordnete Martine Hansen und Marc Spautz in einer parlamentarischen Frage wissen.

Nationale Reserve soll weiterhin angelegt werden

Wie aus der Antwort der Gesundheitsministerin Paulette Lenert (LSAP) hervorgeht, gehe es hierbei lediglich darum, die Aktivitäten der Logistik-Einheit einzustellen, nicht aber um den Abbau des nationalen Vorrats an Schutzausrüstung.

Die Einheit wurde aufgrund der kritischen Lage des internationalen Marktes gegründet. Diese habe sich mittlerweile wieder normalisiert, sodass die Dienstleister des Gesundheitssektors wieder eigenständig Bestellungen in Auftrag geben können. Um einen zu abrupten Abbruch der Verteilung der Ausrüstung zu verhindern, werde den Betroffenen nochmals ein Vorrat für 30 Tage zur Verfügung gestellt, bevor wieder auf mehr Autonomie im Gesundheitswesen gesetzt wird.

Weiterhin plane die Regierung «eine nationale Reserve an Schutzmaterial und verschiedener Medikamente anzulegen», falls es in Zukunft doch noch zu Engpässen kommen sollte, erklärte Lenert.

(lm/L'essentiel)

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