Behandlungskosten

07. Mai 2019 07:00; Akt: 07.05.2019 10:34 Print

815 Menschen konnten sich keinen Arzt leisten

LUXEMBURG – 815 Personen haben im vergangenen Jahr die kostenlosen Dienste der «Médecins du monde» in Anspruch genommen. Nun wird der freie Zugang für alle diskutiert.

storybild

815 Personen haben im vergangenen Jahr die kostenlosen Dienste der Médecins du monde Luxembourg (MdM) in Anspruch genommen. (Bild: L'essentiel)

Zum Thema
Fehler gesehen?

Im vergangenen Jahr hatten mindestens 815 Menschen keinen Zugang zur Gesundheitsversorgung über die nationale Gesundheitskasse (CNS). Um sich behandeln zu lassen, haben sie die kostenlosen Dienste der ehrenamtlichen Ärzte von Médecins du Monde Luxembourg (MdM) in Anspruch genommen – insgesamt 2.358 Mal.

«Aber wie viele Menschen sind krank und haben sich nicht behandeln lassen? Und wie viele Menschen waren nicht krank und sind auch nicht bei der CNS gemeldet?«, hatte sich der sozialdemokratische Abgeordnete Yves Cruchten gefragt. Am Dienstag Nachmittag nun wird dieses Thema in der Chamber von den Abgeordneten ausgiebig diskutiert.

Die Antworten des Ministers für soziale Sicherheit, Romain Schneider, werden daher mit Spannung erwartet: Kann ein Weg gefunden werden, der jedem Menschen freien Zugang zu zumindest einer Grundversorgung bietet? «Die heutige Situation ist für ein Land wie Luxemburg inakzeptabel. Wir führen jährlich etwa 2.000 Konsultationen durch. Das entspricht knapp 100.000 Euro pro Jahr. Das ist für die CNS unerheblich», sagt Bernard Thill, Vizepräsident von Médecins du Monde.

Die Einzahlenden nicht benachteiligen

«Zu klären ist, wie sichergestellt werden kann, dass diese Menschen von der CNS erfasst werden, ohne diejenigen zu benachteiligen, die Beiträge zahlen. Es muss ein Weg gefunden werden, alle zusammenzubringen, vielleicht über den Solidaritätsfonds», sagt Carlos Pereira, Mitglied des CNS-Verwaltungsrates.

In Frankreich und Belgien gibt es seit Jahren ein allgemeines medizinisches Assistenzsystem. Wird sich das auch in Luxemburg durchsetzen?

(Patrick Théry/L'essentiel)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Piti am 07.05.2019 07:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Net ze vergiessen, dass och d’Stëmm vun dee Strooss esou consultatiounen ubidd. Daat sin nach emol e puer honnert consultatiounen.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Piti am 07.05.2019 07:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Net ze vergiessen, dass och d’Stëmm vun dee Strooss esou consultatiounen ubidd. Daat sin nach emol e puer honnert consultatiounen.