Wegen CovidCheck-Regelung

19. Oktober 2021 08:00; Akt: 19.10.2021 08:02 Print

Gewerkschaften suchen den CovidCheck-​​Dialog

LUXEMBURG – Drei Gewerkschaften haben der Regierung am Sonntag ein Ultimatum zum Covid-Gesetz gestellt. Nun fordern sie Verhandlungen zu dem Thema.

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OGBL, LCGB und CGFP wollen Antworten von der Regierung. (Bild: Pixabay/Symbolfoto)

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Nach den markigen Worten vom Wochenende folgt am Montag der Aufruf zum Dialog. Die drei Gewerkschaften verlangen als Reaktion auf das am Montag verabschiedete Covid-Gesetz mehr Mitsprache bei der Umsetzung der Regelungen. «Wir sind bisher zu spät konsultiert worden. Wir brauchen Antworten auf Fragen zur Anwendung der Maßnahme», sagte OGBL-Präsidentin Nora Back in Reaktion auf die Abstimmung in der Chamber. Back sieht durch die Entscheidung, den Covid-Check auch auf den Arbeitsplatz auszudehnen, «die Rechte der Arbeitnehmer mit Füßen getreten». Sie sehe jedoch noch Möglichkeiten, die Lage für die Arbeitnehmer zu verbessern.

Der LCGB-Vorsitzende Patrick Dury möchte zunächst die Entwicklung der Situation bis zum 1. November, dem Tag des Inkrafttretens der Maßnahme, abwarten. «Wir müssen die Details kennen. Werden die Tests während der Arbeitszeiten durchgeführt? Wer kommt für die Kosten auf? Im Moment ist alles noch sehr verschwommen.» Er bedauere vor allem, dass «wir Spannungen in der Gesellschaft schaffen, mit einer Kluft zwischen Geimpften und Nichtgeimpften». «Wir haben bis zum 31. Oktober Zeit zu sagen, was falsch ist», ergänzt CGFP-Präsident Romain Wolff. Er befürwortet den «sozialen Dialog» und «geht davon aus, dass es kein Streikrisiko gibt».

«Es fällt mir schwer, die Reaktion der Gewerkschaften zu verstehen. »

«Viele der neuen Maßnahmen lösten zunächst negative Reaktionen aus, bevor sie akzeptiert wurden», sagte Mars Di Bartolomeo (LSAP), Berichterstatter des Gesetzentwurfs. Er glaubt zwar, dass «die Gewerkschaften zur Zusammenarbeit bereit sind», unterstreicht jedoch auch, dass «CovidCheck in den Unternehmen fakultativ bleibt und dass ein Dialog möglich ist, um praktische Lösungen in jedem Unternehmen zu finden». Josée Lorsché (Déi Gréng) gibt sich ebenfalls versöhnlich: «Da ich auch Mitglied der OGBL bin, verstehe ich die Befürchtungen, aber wir dürfen keine Mauer zwischen Abgeordneten und Gewerkschaftern errichten». Lorsché ist jedoch der Meinung, dass die Situation bedeute, dass es keine andere Wahl gebe, als die Impfungen voranzutreiben.

Der DP-Abgeordnete Gilles Baum zeigt sich vom Gewerkschaftsvorstoß verwundert: «Es fällt mir schwer, die Reaktion der Gewerkschaften zu verstehen. Das CovidCheck-System sollte im Rahmen einer Debatte zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmervertretern ausgedehnt werden», so der liberale Abgeordnete. Ihm zufolge «wollen diejenigen, die geimpft sind, nicht durch Masken usw. eingeschränkt werden».

(jg/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Octopus am 19.10.2021 08:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    A mir fällt et schweier L(sa)p an dei aaner Parteien aus där Minoriteiten-Regierung ze verstoen. Iwwerhiewlech, herscheresch, dialog- an demokratielos!

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  • packtiech am 19.10.2021 09:33 Report Diesen Beitrag melden

    A sou eppes an enger angeblëch super funktionnéiernder Demokratie, schummt iech!!! Geschwën hu mer Zustänn hei wéi a China, ech soën juste Bravo!

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  • JOHNNY am 19.10.2021 10:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Firwat Dialog? Do geheiert emol e Landeswäiten Streik organiseiert!!! An net Samsdes/Sonndes!

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Arm am 19.10.2021 19:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ma ganz einfach App vun RTL leschen geht och ohnie de

  • Arm am 19.10.2021 17:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wan eis Gewerkschaften esou vill erechen weh de lescht Joer dan brauche se net unzefenken

  • MI6 am 19.10.2021 15:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    dëm RTL geet dën arsch ,well do kann een rëm keen kommentar ofgin,ët gesäit een och dat lessentiel mei courrage virun der sch...s regierung huet wei dën RTL dei hun keen journalismus,dei schreiwen dat wat eise tyrann bëttel hinnen virschreiwt, L ESSENTIEL BRAVO dir huet mäi respekt MI6

  • Jann am 19.10.2021 15:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Impfung nein Danke

    • packtiech am 19.10.2021 15:22 Report Diesen Beitrag melden

      Richtig! Wir sind keine Versuchskarnickel Basta!

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  • Joëlle am 19.10.2021 13:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Also fir mech hued daat ganzt absolut NÄISCHT mei mat der Krankheet ze dinn. Et as nach just en Machtkampf, an un allem sinn jo anscheinend just dei ongeimpften Schold waat en bewissenen Blödsinn as. Well jidereen 1x 2x 3x geimpft oder guer net kann krank gin oder net et get keen globalen Krankheetsverlaaf.Elo loossen mir emol dei geimpften ennert sech krank gin an dann hoffen ech dass Leit emol wackreg gin an sech och emol iwert Nierwenwierkungen bewosst gin. Et fällt op das vill Leit beemol einfach esou mat Gehirschlag Herzentzündung an esou weider stierwen. Wisou as daat esou kann emol een doriwer eng Studie machen.