Corona in Luxemburg

28. Oktober 2021 08:53; Akt: 28.10.2021 09:44 Print

Gewerkschaften werfen Regierung Untätigkeit vor

LUXEMBURG – In einer gemeinsamen Erklärung kritisieren CGFP, LCGB und OGBL am Donnerstag erneut die Unsicherheiten rund um den CovidCheck am Arbeitsplatz.

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Wie der CovidCheck in den Unternehmen umgesetzt werden soll, ist teilweise noch unklar. (Bild: Editpress/Julien Garroy/Archiv)

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Die drei Gewerkschaften CGFP, LCGB und OGBL haben die Regierung wegen der unklaren Rahmenbedingungen für den CovidCheck am Arbeitsplatz kritisiert. In einer am Donnerstag verbreiteten gemeinsamen Erklärung werfen die Arbeitnehmervertreter der Regierung «totale Untätigkeit» vor. Kurz vor Inkrafttreten der neuen Regelung sei die praktische Umsetzung des Systems in den Unternehmen auch weiterhin unklar. Der Wortlaut der Vorschrift sei immer noch «unpräzise und auslegungsfähig».

Das Gesetz stellt es Unternehmen frei, den CovidCheck ab dem 1. November für ihre Angestellten zur Pflicht zu machen. Vor dem Hintergrund der unklaren Umsetzung in der Praxis würden laut den Gewerkschaften viele Betriebe mit der Einführung hadern oder diese sogar ganz ablehnen. So sei beispielsweise unklar, was für Arbeitnehmer gelte, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können. Mit alternativen Vorschlägen sei man bei der Regierung auf taube Ohren gestoßen, kritische Stimmen würden kein Gehör finden, heißt es in der Mitteilung weiter.

Ultimatum: 31. Oktober

Die Arbeitnehmervertreter weisen erneut auf ihr Ultimatum hin, dass sie der Regierung Mitte Oktober gestellt haben. Sollte die Dreierkoalition den 31. Oktober verstreichen lassen, ohne Kompromissbereitschaft zu signalisieren, wollen CGFP, LCGB und OGBL innerhalb von 14 Tagen über das weitere Vorgehen informieren. Auch juristische Schritte gegen die Maßnahme hatte man in einer früheren Mitteilung nicht ausgeschlossen.

Gleichzeitig ziehen die Gewerkschafter auch die Sinnhaftigkeit einer geplanten Tripartite in Zweifel. Man habe das «jegliches Vertrauen» verloren, das ein konstruktiver Dialog von politischer Seite überhaupt gewollt sei. Man habe den Eindruck, der Regierung gehe es bei den Treffen darum, die eigenen Meinungen von den Sozialpartnern bestätigt zu bekommen.

(hoc/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Valchen am 28.10.2021 11:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    “Gewerkschaften” sin kéng Meih, zenter den ‘70. Geheieren zum selwwegten Jiquen Club wei d’Regierung Sprongbriet and Politik an en fetten Posten! Wann Ech Daat mat der Gen vun Mengem Papp vergleichen (gebuer 1928) DAAT wooren nach Gewerkschafter! Wann Et haard op haard komm As! z. B. mat der ARBED. DAAT. KANN Haut kéen Séch Hei méih Vierstellen. ;—((

  • Mach och Du mol eppes am 28.10.2021 14:21 Report Diesen Beitrag melden

    Wann d'Gewerkschafte nach eng drop hätten wier ab Dënschten Generalstreik ugekennecht ginn fir dëst Gesetz aus engem aneren Zaitalter niemols duerchzeloossen. Sie awer fuerderen just Gratistester...méng Ahnen dréien sech am Graf em wann se gesin wat se mat eise Rechter gemat hunn an wéi se verteidegt ginn. Schummt iesch, Boycott vun deem Gesetz ass die eenzeg Léisung fir lanscht eng ganz donkel Zukunft hei zu Letzebuerg ze kommen. All op d'Marche blanche silencieuse e Freiden!!!

  • C'est la lutte finale am 28.10.2021 14:29 Report Diesen Beitrag melden

    Wann dat Gesetz net gestoppt get dann si ganz vill Cotisatiounen déi wegfale werten an dat zu Recht wat bréngt eng Gewerkschaft déi naischt färdeg bréngt? Eben glat a guer naischt. Dofir léif OGBL, LCGB an CGFP weist a beweist dass Der nach eng Bereschtegung hudd an der letzebuerger Arbechtswelt a macht Neel mat Käpp. Mir zielen op iesch.

Die neusten Leser-Kommentare

  • nico am 29.10.2021 11:34 Report Diesen Beitrag melden

    Gewerkschaften wat machen se nach , besser de beitrag zespuren do kennt mo puer joer eng schéin somme zesummen

  • C'est la lutte finale am 28.10.2021 14:29 Report Diesen Beitrag melden

    Wann dat Gesetz net gestoppt get dann si ganz vill Cotisatiounen déi wegfale werten an dat zu Recht wat bréngt eng Gewerkschaft déi naischt färdeg bréngt? Eben glat a guer naischt. Dofir léif OGBL, LCGB an CGFP weist a beweist dass Der nach eng Bereschtegung hudd an der letzebuerger Arbechtswelt a macht Neel mat Käpp. Mir zielen op iesch.

  • Jos am 28.10.2021 14:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Es ist so einfach: lasst Euch impfen. Wen interessiert dann noch Covid Check am Arbeitsplatz?

  • Mach och Du mol eppes am 28.10.2021 14:21 Report Diesen Beitrag melden

    Wann d'Gewerkschafte nach eng drop hätten wier ab Dënschten Generalstreik ugekennecht ginn fir dëst Gesetz aus engem aneren Zaitalter niemols duerchzeloossen. Sie awer fuerderen just Gratistester...méng Ahnen dréien sech am Graf em wann se gesin wat se mat eise Rechter gemat hunn an wéi se verteidegt ginn. Schummt iesch, Boycott vun deem Gesetz ass die eenzeg Léisung fir lanscht eng ganz donkel Zukunft hei zu Letzebuerg ze kommen. All op d'Marche blanche silencieuse e Freiden!!!

  • Dany am 28.10.2021 12:27 Report Diesen Beitrag melden

    Wien vun dëser Regierung nach iergend eng Reaktioun erwaart as verluer. Do kënnt näischt. Decisiounen an 't Welt setzen mat hämeschem Bléck a gehuewenem Toun seet genuch. Merci des Regierung as fäerdeg