CO2-Steuer

16. Dezember 2019 10:56; Akt: 16.12.2019 14:46 Print

Sprit wird in Luxemburg bis April 2020 teurer

LUXEMBURG – Die vom Finanzminister angekündige Erhöhung der Steuern für Diesel und Benzin tritt zwischen Februar und April 2020 in Kraft.

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Pierre Gramegna auf der Pressekonferenz zur Entwicklung der Spritpreise. (Bild: Editpress/Julien Garroy)

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Im Kampf gegen die Erwärmung des weltweiten Klimas und zur Einhaltung der Klimaziele erhöht die Luxemburger Regierung die Steuern auf Benzin und Diesel. Das bestätigten Finanzminister Pierre Gramegna (DP), Energieminister Claude Turmes (Déi Gréng) und Arbeitsminister Dan Kersch (LSAP) am Montag auf einer Pressekonferenz. Die neue Steuer könnte laut Gramegna zwischen Februar und April 2020 kommen. Bereits im vergangenen Mai wurden die Steuern auf Kraftstoff erhöht.

Die genauen Spritpreise würden Anfang des kommenden Jahres festgesetzt und kommuniziert, erklärte Gramegna. Die Kilometerpauschale werde, aufgrund des kostenlosen öffentlichen Transports, nicht angepasst. Dies steht im Gegensatz zum Koalitionsvertrag, in dem eine Anpassung verabredet war. Durch den Gratis-Transport könnten die Luxemburger Haushalte aber pro Jahr 800 Euro einsparen, so Gramegna. Da Verkehr laut dem Minister «fast zwei Drittel der CO2-Emissionen des Landes» ausmache, bewertete Claude Turmes die Maßnahme als «ein sehr gutes Signal» für den Klimaschutz.

Doch kein Plus in der Staatskasse

Bereits am vergangenen Samstag erklärte der Finanzminister, dass sich mit der neuen Steuer der Preis um drei bis fünf Cent pro Liter Diesel erhöht. Bei Benzin sind es ein bis drei Cent pro Liter mehr.

Vergangenen Samstag erklärte Gramegna, dass die Steuer zwischen 100 und 150 Millionen Euro zusätzlich in die Staatskasse bringen soll. Im Jahr 2019 rechnet der Staat mit Einnahmen in Höhe von rund 958 Millionen Euro durch die Steuern auf Kraftstoffe.

An diesem Montag ruderte Gramegna zurück. Anders als in anderen Ländern sei aufgrund der Steuererhöhung nicht mit mehr Geld zu rechnen, da der Absatz durch den Tanktourismus sinke.

(Joseph Gaulier/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • John Doe am 16.12.2019 11:47 Report Diesen Beitrag melden

    Die Erhöhung der Steuerlast in Namen des Klimaschutzes ist der falsche Weg. Ich kann hier nur den Herrn Juncker zitieren (und hoffe, dass Lessentiel nicht wieder zensiert):"Wir beschließen etwas, stellen das dann in den Raum und warten einige Zeit ab, was passiert. Wenn es dann kein großes Geschrei gibt und keine Aufstände, weil die meisten gar nicht begreifen, was da beschlossen wurde, dann machen wir weiter - Schritt für Schritt, bis es kein Zurück mehr gibt."

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  • polchen am 16.12.2019 12:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sinn mir Idioten oder Waat ? Mir mussen bezuelen an Ministeren fueren dech Drecksschleideren gratis An daat bei der Pay

  • jolo am 16.12.2019 12:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    an wan de sprit 100 mol mi deier gëtt co2 gëtt awer net manner , dat sin suen di gin ant tesch vun eise politiker ........

Die neusten Leser-Kommentare

  • een eislecker am 17.12.2019 10:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    @Claude Du braddels egal wat (vor gebrauchen des Mundwerkes Gehirn einschalten) wat machen dei Leit dann dei moies um halwer 3 ufänken mat schaffen sollen dei 30 km zu Fouss opp Aarbecht goen oder wat ,dei sinn opp den Auto ugewissen well em dei Zait fir keen Bus an keen zuch.

    • Vorschlag am 17.12.2019 13:07 Report Diesen Beitrag melden

      Leute, die nachts um 2:30 die Arbeit beginnen, gibt es ja nicht sooo viele. Diese Menschen könnte man z. B. über Steuerrabatte für Nachtarbeit oder Sonderzulagen entlasten.

    • een eislecker am 17.12.2019 17:58 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Bin schon mit ihnen einverstanden,es sind doch schon recht viele Leute die Nachts zur Arbeit fahren müssen und auf ein PKW angewiesen sind und den Öffentlichen Transport nicht nutzen können ( Bäcker,Metzger usw. und die Tageszeitungen die nachts in die Briefkästen verteilt werden um nur wenige zu nennen

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  • Susi am 17.12.2019 09:45 Report Diesen Beitrag melden

    Das wird wieder eine Auswirkung auf den Index haben.

  • CO2 Steuer die Lizenz zum Gelddrucken am 16.12.2019 21:19 Report Diesen Beitrag melden

    CO2 Steuer mit der Lizenz zum Gelddrucken: Es geht überhaupt nicht darum die Kraftstoffpreise zu erhöhen, diese dient nur als Deckmantel der Einführung der CO2 Steuer, welche sich in Deutschland als Lizenz zum Gelddrucken erwiesen hat; was der Staat sich nur schwerlich entgehen lassen möchte.

    • Viel Lärm um nix am 17.12.2019 08:53 Report Diesen Beitrag melden

      Na ja, gleichzeitig hat der Staat Bus+Bahn kostenlos gemacht. Fahr einfach einmal im Monat mit Bus oder Bahn, schon hast du die 1-2 Euro Mehrkosten im Monat wieder ausgeglichen.

    • Heng am 17.12.2019 09:46 Report Diesen Beitrag melden

      Wenn die Meisten elektro fahren, müssen sie sich eine andere Milchkuh aussuchen.

    • die fantastischen Milchpuderturbokühe am 19.12.2019 07:39 Report Diesen Beitrag melden

      @ Heng ... wenn die meisten Eauto fahren, kommt die Elektrosteuer auf erneuerbarem Strom für die Extrastromdose fürs Aufladen der umweltunfreundlichen Batterien ... u dann die Steuer auf der Entsorgung der Batterien, so wie eine Erhöhung der Versicherung auf Eautos wegen der Spezialeinrichtung, um brennende Eautos in einem Container zu löschen ... usw ...

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  • Léon am 16.12.2019 20:12 Report Diesen Beitrag melden

    Le Luxembourg est dirigé par la cage aux folles.

  • Xavier am 16.12.2019 19:55 Report Diesen Beitrag melden

    Wat mecht eis Regierung dann selwer fir de Klimaschutz? Deck Staatskarossen, Gidfereen setzt leng an sengem Auto, vill mam Fliiger reesen asw.