Oxfam-Bericht

04. April 2017 12:24; Akt: 04.04.2017 13:51 Print

Gramegna: «Luxemburg ist keine Steueroase»

LUXEMBURG – Die Nichtregierungsorganisation Oxfam hat Luxemburg als Steuerparadies bezeichnet. Der Finanzminister widerspricht.

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(Bild: Editpress/Isabella Finzi/Editpress)

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Laut Oxfam gehört Luxemburg zu den bevorzugten Steueroasen der 20 größten europäischen Banken. In einem im März veröffentlichten Bericht erklärt die britische NGO, die betreffenden Banken hätten 2015 in Luxemburg rund fünf Milliarden Euro Gewinne erwirtschaftet, während nur 0,5 Prozent ihrer Belegschaft im Großherzogtum angestellt seien.

«Nach Lektüre des Berichts wird klar, dass die von der NGO genutzte Methodik sowie die Schlussfolgerungen in Frage gestellt werden müssen», sagt der Finanzminister Pierre Gramegna. In einem Brief an die Leitung von Oxfam widerspricht Pierre Gramegna der Wahrnehmung Luxemburgs als Steuerparadies. Die NGO stelle mehrere Kriterien auf, die ein Land zu einem Steuerparadies machten. Jedoch sei keine für das Großherzogtum zutreffend.

«Effiziente Steuern, Transparenz»

Insbesondere erinnert der Minister daran, dass Luxemburg Gebietsfremden keine steuerlichen Vorteile gewähre: «Sie werden in gleicher Weise behandelt wie Einheimische», erklärt er. Er verteidigte sich auch gegen «einen sehr niedrigen oder ineffektiven Steuersatz für natürliche oder juristische Personen» und weist darauf hin, dass der Körperschaftsteuersatz 27 Prozent beträgt, was höher sei als in anderen europäischen Ländern. Pierre Gramegna widerspricht auch der von Oxfam behaupteten Undurchsichtigkeit. Vielmehr befürworte «Luxemburg stark den Austausch von Steuerinformationen».

(Juliette Devaux/L’essentiel)

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