Verkehr in Luxemburg

26. Februar 2020 07:06; Akt: 26.02.2020 16:23 Print

Gratis-​​ÖPNV macht das Pendeln für einige teurer

LUXEMBURG – Ab dem 1. März ist der öffentliche Nahverkehr in Luxemburg kostenlos. Mancher, der mit dem Bus die Grenze überquert, muss dann tiefer in die Tasche greifen.

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Buspendler aus dem Grenzgebiet profitieren nicht immer vom Gratis-Nahverkehr.

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Ab dem 1. März ist der öffentliche Nahverkehr in Luxemburg kostenlos. Auch Pendler brauchen dann kein Ticket mehr für Bus, Bahn und Tram im Land. Die Umstellung soll Anreize schaffen, künftig mit den Öffentlichen statt mit dem Auto zu fahren und so die Straßen entlasten. Wie ginge das besser als mit finanziellen Anreizen? Doch nicht jeder wird vom Gratis-Nahverkehr profitieren. Die Gestalter der Verkehrsrevolution haben mindestens eine Gruppe übersehen: die Buspendler.

Bisher hatte Luxemburg eine etwa fünf Kilometer breite Tarif-Pufferzone hinter der Grenze. Fuhren Bewohner aus den Gemeinden Perl, Nennig und Irrel in Deutschland sowie aus Longwy und Mont-Saint-Martin in Frankreich in das Großherzogtum, bezahlten sie den Luxemburger Tarif – also zwei Euro pro Einzelfahrt und vier Euro für ein Tagesticket. Das ändert sich nun.

Veränderte Tarifzone

Der kostenlose ÖPNV gilt «ausschließlich für das Luxemburger Nationalgebiet», erklärt Dany Frank, Sprecherin des Mobilitätsministeriums gegenüber L'essentiel. Das bedeutet, ab dem 1. März befinden sich Bushaltestellen wie die in Perl in der «Regiozone 1» und nicht mehr in der «Nationalzone». Damit kostet der Fahrschein für ein Einzelticket dann drei Euro, statt zwei Euro.

In diesen Gemeinden leben nicht nur viele Pendler, sondern auch viele Luxemburger. Das weiß das Ministerium natürlich. Aber «wir brauchten eine klare Entscheidung», sagt Frank, «und wir haben uns für das nationale Territorium entschieden. Denn wenn man anfängt, Ausnahmen zu schaffen, hört man nicht mehr auf.»

(jg/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Taylor Gay am 26.02.2020 07:30 Report Diesen Beitrag melden

    Ass eng Sauerei

  • DerRechner am 26.02.2020 08:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Das gleiche gilt für Nittel & Wellen

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  • und das ist gut so am 26.02.2020 15:01 Report Diesen Beitrag melden

    fierwaat fueren eis Bussen dann iwwerhaapt iwwert d'Grenz? Ass d'Grand-Nation an d'1000jährige Reich inkapabel fir hiere Leit Transport unzebidden?

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Spectre am 29.02.2020 21:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ich hoffe nur, dass die Wahlberechtigten bei der nächsten Wahl entsprechend die Häkchen an der richtigen Stelle setzen.

  • sputnik am 28.02.2020 08:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    “Wer Grün wählt hat die Kontrolle über sein Leben verloren!“ Beispiel: Turmes , Bausch und co!

  • ...prima gemacht! am 27.02.2020 10:40 Report Diesen Beitrag melden

    ...jetzt kommen die genannten Pendler aus Nittel/Wellen/Temmels oder den anderen grenznahen Regionen wieder mit dem Auto nach Grevenmacher und co. und verstopfen eure Pendlerparkplätze....prima gemacht!

  • an den...und das ist gut so am 27.02.2020 10:24 Report Diesen Beitrag melden

    ...und warum kommt Ihr aus dem Grand Luxembourg über die Grenze wohnen und bauen und schraubt uns die Grundstückspreise in nicht mehr zuzumutende Höhen. Ist Luxembourg inkapabel fir hier Leit Bauland zu schaffen...du ewig gestriger?

    • ... ewig Gestriger am 27.02.2020 11:17 Report Diesen Beitrag melden

      ...und warum kommt Ihr aus dem Grand Luxembourg über die Grenze Wohnen und Bauen und schraubt den Einheimischen die Grundstückspreise in nicht mehr zuzumutende Höhen? Ist Luxembourg inkapabel fir hiere Leit Bauland zu schaffen....du ewig Gestriger?

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  • Jerry am 27.02.2020 06:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    @Klaus Otto Oh die arme Pendler die hier richtig viel Kohle scheffeln und in ihrem Land viel niedrigen Lebenskosten haben, weinen jetzt weil Sie ein paar Kröten mehr müssen blechen?!? Die sollten sich an ihre Regierungen wenden und nicht Luxemburg. Sollen wir ihnen nicht auch noch Zucker in den Hintern blasen?

    • Oh Je... am 27.02.2020 11:59 Report Diesen Beitrag melden

      Wo wärd ihr denn ohne die Pendler aus B, F, D, P, ohne die Schlosser, Elektriker, Bauarbeiter und sonstigen Handwerker? Da blieben die Lichter aus, die Heizungen kalt geschweige denn dass überhaupt ein Neubau hochgezogen würde und ihr müsstet mal selbst die Finger rund gehen lassen! Außerdem wer verstopft an Feiertagen und Wochenenden unsere Innenstädte und erfreut sich im ALDI, LIDEL, NORMA etc. an den niedrigen Lebenskosten? Nicht mit Zucker blasen wenn man den eigenen Hinter treffen könnte denn in so manch einem Hintern trifft man oft noch Bekannte!

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