Corona-Pandemie

19. Oktober 2020 07:04; Akt: 19.10.2020 07:08 Print

Großer Ansturm auf Luxemburgs Teststationen

LUXEMBURG – Die Teststationen des Großherzogtums werden zurzeit überrollt. Das Personal sei zum Teil nahe am Limit.

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Seit einigen Tagen bilden sich an den Corona-Teststationen des Landes immer wieder lange Schlangen. (Bild: L'essentiel)

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Derzeit erleben die Corona-Teststationen im Großherzogtum einen massiven Ansturm. Mit einem Buch in der Hand wartet der 38-jährige Christian in einer langen Schlange an der Station der Laboratoires Réunis in Strassen. «Ich war heute Morgen schon einmal da. Weil ich so lange warten musste, bin ich nach Rollingergrund gefahren. Dort habe ich dann 45 Minuten in der Kälte gestanden, ohne an die Reihe zu kommen. Jetzt bin ich wieder hier», erzählt er. Auch Leïla, die einige Meter weiter wartet, hatte «mit einem solchen Betrieb nicht gerechnet».

Derzeit sehen sich die Labore mit einer wahren Flut von vom Arzt verordneten Tests konfrontiert. Daneben wurde die Zahl der Proben, die durch das Large-Scale-Testing zustande kommen, in den vergangenen Tagen deutlich größer. «Wir identifizieren immer mehr Kontaktpersonen», sagt Caroline Scheiber von den Ketterthill-Laboren. Man sei bereits nahe am Limit.

Wenige Tests für Grenzgänger

Im Testzentrum der Laboratoires Réunis in Marnach waren die Wartezeiten in der vergangenen Woche bis zu zwei Stunden lang. Für Personen, die Symptome aufweisen, ein denkbar ungünstiger Zustand. Das Labor improvisierte: Zelte wurden aufgebaut, zusätzliches Personal herangeholt. So konnte die Situation ein wenig verbessert werden.

Generell muss jedoch weiterhin eine Lösung gefunden werden, um die Teststrategie umsetzen zu können und die Labore nicht zu überlasten. In der kommenden Woche wollen sich die Labore neu aufstellen. Dass sich nur wenige Grenzgänger in Luxemburg testen lassen – sie müssen dafür zahlen – bewahrt die Labore derzeit vor noch größeren Schwierigkeiten. Die Regierung hat bereits am Samstagabend angekündigt, dass die Armee das Contact-Tracing unterstützen wird. Zudem öffnet am heutigen Montag ein weiteres Testzentrum nahe der Nationalbibliothek auf dem Kirchberg, wo sich Personen auf ärztliche Anordnung testen lassen können. Die Station ist täglich zwischen 10 und 17 Uhr geöffnet.

(L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • wolf am 19.10.2020 07:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Man sollte für die Leute auch einen Drive in machen währe sicher besser .

  • Superjemp am 19.10.2020 19:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    An virun allem nët den Mutt an den Humor verléieren, well deen ass nach ëmmer gratis an Tax free

  • pitti am 19.10.2020 08:01 Report Diesen Beitrag melden

    Gibt es noch keinen Test gegen Dummheit.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Superjemp am 19.10.2020 19:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    An virun allem nët den Mutt an den Humor verléieren, well deen ass nach ëmmer gratis an Tax free

  • JMJ am 19.10.2020 12:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Weshalb müssen Grenzgänger,im Gegensatz zu Nicht-Grenzgänger überhaupt dafür bezahlen? Arbeiten diese in Luxemburg, dann sind die Grenzgänger bei der hiesigen CNS versichert, oder!

  • Superjemp am 19.10.2020 11:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    All Daag eng gudd Drëpp marque Nationale Artisanale, an en Dëppchen Kachkéis, dann geet daat schon.

    • deMisch am 19.10.2020 17:01 Report Diesen Beitrag melden

      an net vergiessen, den Maufel Béier, dann behält een och säin Laachen. Well besschen Laachen ass emmer gudd.

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  • WhaleWhisperer am 19.10.2020 11:03 Report Diesen Beitrag melden

    Bei steigenden Infektionszahlen und einer Flut von Covid19-Tests auf ärztliche Anordnung (smptomatische) sollte man wieder wie im März 3 oder 4 CSA's öffnen, also nicht nur ib Kirchberg sondern landesweit noch 2 oder 3 andere, um die Tests zu bewältigen. Man muss unbedingt vermeiden dass Leute die auf Verdacht getestet werden, sich in einer Warteschlange anstecken wenn sie eigentlich noch nicht infiziert waren. Eines der Labore arbeitet mit Terminvereinbarung, das ist schon mal ein Sicherheitsvorteil.

  • Goofy am 19.10.2020 10:35 Report Diesen Beitrag melden

    Und wenn man noch nicht krank ist, wird man krank.

    • Flipper am 19.10.2020 14:28 Report Diesen Beitrag melden

      genau! Durch die Leute in der Warteschlange.

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