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18. Juni 2020 16:36; Akt: 18.06.2020 17:15 Print

Guardian-​​Arbeiter in Düdelingen bangen um Jobs

LUXEMBURG – Regierung und Gewerkschaften haben am Donnerstag die Zusammenlegung eines Teils der Produktion zweier Guardian-Standorte bestätigt.

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Auch Wirtschaftsminister Franz Fayot sei von der Leitung des Unternehmens «vor vollendete Tatsachen gestellt» worden. (Bild: Editpress/Archives / Isabella Finzi)

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Was sich in den letzten Tagen angekündigt hatte, ist nun offiziell bestätigt: Ein Teil der Produktion von Guardian in Düdelingen wird an den zweiten Standort des Unternehmens in Niederkerschen verlegt. Die Informationen wurden am Donnerstag in der Abgeordnetenkammer von Wirtschaftsminister Franz Fayot (LSAP) bestätigt. Auf Anfrage der LSAP-Abgeordneten Mars Di Bartolomeo und Dan Biancalana erklärte Fayot, er sei von der Leitung des Unternehmens «vor vollendete Tatsachen gestellt» worden.

Das auf die Herstellung von Glasprodukten spezialisierte Unternehmen hat beschlossen, nicht in einen neuen Flachglasofen in Düdelingen zu investieren. «Der Standort Düdelingen wird nicht geschlossen, aber seine Kapazität wird reduziert», bedauert Dan Biancalana, ebenfalls Bürgermeister der Gemeinde. «Es ist ein Verlust für die Wirtschaft der Stadt.» Die Diskussionen darüber, ob Guardian «nicht anders investieren könnte», stünden noch aus.

OGBL kritisiert «den Mangel an Informationen»

Bei den Gewerkschaften formiert sich bereits Widerstand. «Sie sind am Mittwoch vorgewarnt worden, mit ihnen werden Fragen der Arbeitsplatzerhaltung diskutiert», sagte Franz Fayot. In einer Erklärung bedauert die Gewerkschaft OGBL «den Mangel an konkreten Informationen» über mögliche Stellenkürzungen.

In einer Pressemitteilung fordert die Gewerkschaft den Erhalt der 461 Arbeitsplätze – künftige Änderungen dürften auch nicht zu einer Verschlechterung der Gehälter oder der Arbeitsbedingungen führen. Desweiteren fordert die Gewerkschaft Garantien für die Aufrechterhaltung der Investitionen am Standort Düdelingen sowie ein vollständiges Programm der Maßnahmen an beiden Standorten. Ein Treffen ist für nächsten Freitag geplant.

Auf Anfrage von L'essentiel teilte die Guardian-Leitung mit, dass die Auswirkungen auf die Beschäftigung noch nicht bekannt seien. «So weit sind wir noch nicht, es ist noch zu früh, das werden wir in den nächsten Diskussionen sehen». Ein Zeitplan wurde noch nicht vorgelegt, beide Standorte laufen vorerst noch normal.

(jg/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Pablo am 19.06.2020 09:16 Report Diesen Beitrag melden

    An sou Fäll misst d'Regierung agreifen an net tatenlos nokucken

Die neusten Leser-Kommentare

  • Pablo am 19.06.2020 09:16 Report Diesen Beitrag melden

    An sou Fäll misst d'Regierung agreifen an net tatenlos nokucken