In Düdelingen

08. Juli 2020 16:10; Akt: 08.07.2020 16:54 Print

Guardian-​​Mitarbeiter fordern Garantien

DÜDELINGEN – Etwa 150 Mitarbeiter von Guardian Düdelingen und Niederkerschen, die derzeit um ihren Arbeitsplatz bangen, organisierten am Mittwoch eine Demonstration.

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Besorgt um ihre Arbeitsplätze beschlossen einige der 461 Mitarbeiter von Guardian - ein auf Floatglas-Herstellung spezialisiertes Unternehmen - sich in Düdelingen Gehör zu verschaffen. Rund 150 Personen (größtenteils Mitarbeiter aus Düdelingen) versammelten sich am frühen Mittwochnachmittag vor der Fabrik, um eine Mahnwache zu halten.

«Die mangelnde Reaktion der Unternehmensleitung ist inakzeptabel», sagte Alain Rolling, stellvertretender Generalsekretär des Berufssyndikats «Transformation sur Métaux» des OGBL. «Hat sie etwas zu verbergen? Wir fordern Garantien für die Arbeitsplätze».

«Es muss jetzt investiert werden»

Zur Erinnerung: Der Floatglasofen von Guardian Luxguard Düdelingen wird in den kommenden Tagen stillgelegt. Die Fusion von Guardian Düdelingen und Niederkerschen wird am 6. August abgeschlossen sein. Demnach wird nur der Ofen in Niederkerschen weiter betrieben werden. Die Mitarbeiter sind ihrerseits besorgt, dass kein Investitionsplan angekündigt wurde. «Der Ofen in Niederkerschen soll 2022 ersetzt werden», sagt Alain Rolling. «Wenn die Direktion die Tätigkeit auf dem Gelände fortsetzen will, muss jetzt investiert werden.»

Ist die Fabrik in Polen eine Bedrohung?

Dan Biancalana, Düdelingens Bürgermeister, kam «zur Unterstützung der Mitarbeiter» und bedauerte ebenfalls den «Mangel an klaren Aussagen» seitens der Direktion. Dies umso mehr, weil die Eröffnung einer neuen Guardian-Fabrik in Polen «die Arbeitnehmer das Schlimmste befürchten lässt».

«Die Unternehmensgruppe (Anmerkung der Redaktion: Guardian Industries ist eine amerikanische Firma) könnte Polen für ihre Produktion in Europa auswählen», sagt Alain Rolling. Die Arbeitnehmervertreter werden nun versuchen, ein Treffen mit Guardian Europe in Bartringen zu vereinbaren. Außerdem ist dort am 15. Juli eine weitere Mahnwache geplant.

(Olivier Loyens/L'essentiel)

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