Poilzei im Bahnhofsviertel

16. September 2016 19:09; Akt: 16.09.2016 19:27 Print

«Gut, dass die jetzt da sind»

STADT LUXEMBURG - Bürgermeisterin Lydie Polfer hat am Freitagnachmittag das renovierte Polizei-Kommissariat im Bahnhofsviertel eingeweiht. Wir haben mit Anwohnern gesprochen.

storybild

Das renovierte Kommissariat in der Rue Glesener wurde am Freitagnachmittag im Rahmen eines Straßenfestes feierlich eröffnet. (Bild: Editpress/Hervé Montaigu)

Zum Thema
Fehler gesehen?

Carlos schleppt sich durch die Rue Mil Neuf Cents im hauptstädtischen Bahnhofsquartier. Die beiden vollgepackten Einkaufstüten sind eigentlich viel zu schwer, um sie in einer Hand zu tragen. Doch an die andere krallt sich Mika, sein fünfjähriger Sohn. Mika mal alleine neben sich laufen lassen? «Niemals, nicht in diesem Viertel!», erklärt der 36-Jährige entrüstet. Das sei viel zu gefährlich. Und es werde immer schlimmer. Dubiose Gestalten geisterten durch die Straßen. Egal ob tagsüber oder nachts. «Meine Freundin traut sich alleine gar nicht mehr vor die Tür.» Seit fünf Jahren lebt die junge Familie im Quartier. «Gut, dass die jetzt da sind», sagt Carlos und deutet mit dem Kopf in Richtung Rue Glesener, Hausnummer 60.

Während der Portugiese sich wieder mit seinen Taschen belädt, schneidet vor besagtem Gebäude Bürgermeisterin Lydie Polfer (DP) ein rot-weiß-blaues Band durch und betont die «wunderbare Vielfalt dieses Viertels». Seit diesem Donnerstag – und mit der feierlichen Eröffnung am Freitagnachmittag auch ganz offiziell – ist die Police Grand-Ducale im Bahnhofsquartier wieder an zwei Stellen vertreten. Direkt am Bahnhof und eben in der Rue Glesener. «Die Bewohner sehnen sich nach mehr Sicherheit», erklärt die Bürgermeisterin. Mit dem renovierten und jetzt wieder bezogenen Kommissariat werde die Stadt einen weiteren Beitrag dazu leisten.

Um vom ersten Tag Bürgernähe zu demonstrieren, findet die Einweihung im Rahmen eines Straßenfestes für die Anwohner statt. Einer von ihnen ist Serge, der «schon ewig hier wohnt». Auch er findet – wie Carlos –, dass es in Sachen Kriminalität immer schlimmer geworden sei. «Ich glaube auch nicht, dass es etwas bringt, dass die Polizei jetzt wieder hier ist», so der 70-jährige Rentner: «Vor allem, weil nachts ja keiner da ist.» Tatsächlich ist das mit zwölf Polizisten besetzte Kommissariat nur wochentags von 7 bis 19 Uhr besetzt. «Aber vielleicht fühlt man sich zumindest dann ein bisschen sicherer», grummelt Serge.

(Philip Weber/L'essentiel)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Deshalb können Storys, die älter sind als 72 Stunden, nicht mehr kommentiert werden. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Stefan am 16.09.2016 21:44 Report Diesen Beitrag melden

    Der Rentner hat Recht! Das Kommissariat müsste rund um die Uhr besetzt sein. Besonders bei so komischen Gestalten in dem Viertel. Warum hat man überhaupt das Büro geschlossen, wenn man weiss was da los ist?

  • Claude am 18.09.2016 15:15 Report Diesen Beitrag melden

    D'Lydie soll emol déi "Vielfalt" genéissen, owes an aleng. Mol kucken, ob hatt dann nach emmer dovunner schwärmt...

    einklappen einklappen
  • Gru am 17.09.2016 14:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    No 19:00 kënnten së jo d'Pëscherten asetzen !

Die neusten Leser-Kommentare

  • Claude am 18.09.2016 15:15 Report Diesen Beitrag melden

    D'Lydie soll emol déi "Vielfalt" genéissen, owes an aleng. Mol kucken, ob hatt dann nach emmer dovunner schwärmt...

    • De Grand-Sack am 19.09.2016 10:41 Report Diesen Beitrag melden

      Lydie Polfer traut sech dat net, et färt et gief en him und Zündschneuer gohn!!!

    einklappen einklappen
  • Gru am 17.09.2016 14:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    No 19:00 kënnten së jo d'Pëscherten asetzen !

  • Weiler la tour am 17.09.2016 08:52 Report Diesen Beitrag melden

    wir würden uns in den Dörfer rund um der Stadt Luxemburg auch über mehr Polizeipresenz freuen. Naja unsere Bürgermeisterin kriegt dass nicht hin

  • Stefan am 16.09.2016 21:44 Report Diesen Beitrag melden

    Der Rentner hat Recht! Das Kommissariat müsste rund um die Uhr besetzt sein. Besonders bei so komischen Gestalten in dem Viertel. Warum hat man überhaupt das Büro geschlossen, wenn man weiss was da los ist?