Mehr Klimaschutz

19. Juni 2019 16:01; Akt: 19.06.2019 16:35 Print

Gymnasiasten präsentieren ihre Ideen

LUXEMBURG – Eine Gruppe von Gymnasiasten hat am Mittwoch einen Bericht über die Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels vorgelegt.

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Nach der Klimademonstration, an der 15.000 Menschen in Luxemburg teilnahmen, allen voran Gymnasiasten, hatte die Regierung entschieden, den jungen Umweltaktivisten zuzuhören und organisierte ClimateXchange, einen Dialog zwischen Regierungsmitgliedern und Schülern, in Zusammenarbeit mit der Conférence nationale des élèves(Cnel). So kam es zwischen dem 8. und 17. Mai zu insgesamt vier Treffen mit 500 jungen Menschen. Der aus diesem Prozess resultierende Bericht wurde der Regierung am Mittwoch von einer Schülergruppe vorgelegt.

«Der Bericht enthält viele Ideen, von denen einige sehr einfach umsetzbar sind«, hofft Schülervertreter Kimon Leners. Ein Besipiel: Jeder Schüler und Lehrer könnte eine Trinkflasche bekommen, um Plastik aus Wasserflaschen zu vermeiden. Das öffentliche Bewusstsein, die Verbesserung der öffentlichen Verkehrsnetze, einschließlich des Schulverkehrs, gehören ebenfalls zu den Forderungen der ideenreichen Schüler.

Umdenkprozess weltweit gefordert

«Wir könnten uns auch ein System vorstellen, mit dem die Verbraucher wissen, woher ihr Fleisch kommt, woher ihr Gemüse kommt, zum Beispiel aus Luxemburg oder Spanien. Wir wollen, dass all diese Dinge nicht nur in der Schule oder in Luxemburg stattfinden, sondern der Umdenkprozess in Europa und auf der ganzen Welt geschieht.»

Der Premierminister ist begeistert

Premierminister Xavier Bettel zeigte sich beeindruckt von dem Engagement der Schüler. «Sie streiken nicht für das Klima, weil sie denken, dass es cool ist, schulfrei zu haben. Sie haben sich da ernsthaft reingekniet», sagte Xavier Bettel, der den Bericht zusammen mit Umweltministerin Carole Dieschbourg, Landwirtschaftsministerin Romain Schneider und Bildungsminister Claude Meisch entgegengenommen hat.

Ideen fließen in nationalen Plan ein

Einige der geforderten Maßnahmen würden ganz oder teilweise umgesetzt werden. Die Schüler «erkennen die Klimakrise als eine sehr große Herausforderung für die Menschheit an und sagen uns, dass wir handeln müssen», so Carole Dieschbourg. «Sie haben ihre Ideen mitgebracht und wir werden diese auch prüfen.» Der Beitrag der Jugendlichen wird dem nationalen Energie- und Klimaplan beigefügt. Die Regierung muss diesen Plan und die damit verbundenen Maßnahmen bis Ende des Jahres umsetzen.

(fj)

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