Pfadfinder trauern

23. April 2019 10:16; Akt: 23.04.2019 16:35 Print

«Haben einen einmaligen Chef-​​Scout verloren»

LUXEMBURG – Altgroßherzog Jean hat uns im Alter von 98 Jahren verlassen. Der Verein «Scouting in Luxemburg» blickt auf sein Schaffen als Pfadfinder zurück.

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Bevor er im Jahr 1964 von seiner Mutter Charlotte das Amt des Großherzogs übernahm, war der damalige Erbgroßherzog Jean bereits in vielen Bereichen des öffentlichen Lebens aktiv. Eine Sache, die ihm besonders am Herzen lag, war das Pfadfindertum.

Der Verein «Scouting in Luxemburg» blickt in Wort und Bild auf Jeans Schaffen bei den Luxemburger Pfadfinder zurück und trauert «um einen außergewöhnlichen Chef-Scout». Jean, damals noch Prinz, legte sein Pfadfinderversprechen am 28. Oktober 1945 im Stadion an der Arelerstrooss im Beisein von 5000 Gleichgesinnten ab.

74 Jahre an der Spitze der Scouts

Gleich nachdem Luxemburg von den Nazis befreit wurde, erlebte der «Lëtzebuerger Scoutissem» einen Aufschwung, von dem er Jahrzehnte lang profitierte. Schon zur Zeit, als sich die großherzogliche Familie im Exil in London befand, ließ sich Jean vom «Imperial Headquarters» nahe dem Buckingham Palace von der Idee überzeugen, die beiden bestehende Pfadfinderverbände in Luxemburg unter einer Dachorganisation der «Luxembourg Boy Scout Association» (LBSA) zusammenzufassen. Eine heikle Mission, denn die «Fédération Nationale des Eclaireurs Luxembourgeois» (von der Kirche getrennt) und die «Luxemburger Scouts vom katholischen Jugendverband» (kirchlich) hatten aufgrund ihrer Ursprünge große Differenzen.

Die Verantwortlichen und die Mitglieder der LBSA konnten in der Folge 74 Jahre lang mit einem Chef-Scout zusammenarbeiten, der «an allen Fragen, die die Jugendlichen betreffen, sehr interessiert war, immer zwischen den beiden Verbänden vermittelte und eine Lösung fand und sein Pfadfinderversprechen bis zu seinem Tod einhielt».

So reagieren Leute auf der Straße auf den Tod des Großherzogs Jean:

(sw/L'essentiel)

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