Luxemburg

30. September 2021 11:32; Akt: 30.09.2021 12:31 Print

«Häusliche Gewalt ist nie akzeptabel»

LUXEMBURG – Die neue Kampagne des Roten Kreuzes gegen häusliche Gewalt bietet potenziellen Tätern «ein kostenloses und anonymes Angebot», sagt Ministern Taina Bofferding.

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Taina Bofferding und Michel Simonis haben die neue Kampagne gegen häusliche Gewalt am Donnerstag präsentiert. (Bild: L'essentiel)

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So früh wie möglich handeln, um zu verhindern, dass potenzielle Täter häusliche Gewalt ausüben oder erneut straffällig werden. Das ist das Ziel der neuen Präventionskampagne Riicht Eraus, die vom Roten Kreuz in Luxemburg mit Unterstützung des Innenministeriums gestartet wurde. Die Kampagne, die im Oktober und November läuft, soll «die Täter von häuslicher Gewalt dazu ermutigen, sich ihres Verhaltens bewusst zu werden, ohne dass wir sie verurteilen, und Verantwortung zu übernehmen, um ihr Verhalten zu ändern», betont Michel Simonis, Generaldirektor des Luxemburger Roten Kreuzes.

«Es ist eine Kampagne, die die Täter ermutigt, Verantwortung zu übernehmen», betont Gleichstellungsministerin Taina Bofferding (LSAP) und fügt hinzu: «Häusliche Gewalt ist nie akzeptabel». Für sie ist «die Arbeit mit den Tätern ein Schutz für die Opfer». In diesem Zusammenhang ermögliche der präventive Aspekt die Vermeidung von Gewaltfällen. «Die Kampagne zielt darauf ab, das Bewusstsein zu schärfen, es ist ein notwendiger erster Schritt, um zu verstehen, dass Gewalt nicht akzeptiert wird und dass sie die ganze Familie, einschließlich der Kinder, verletzt», sagt Bofferding.

«Die Kampagne richtet sich gegen jegliche Art häuslicher Gewalt»

Laurence Bouquet, Geschäftsführerin von «Riicht Eraus», die mit Tätern häuslicher Gewalt arbeitet, ist der Ansicht, dass Prävention für alle notwendig ist. «Wir versuchen, mit dieser Kampagne all jene anzusprechen, die noch nicht für Gewalttaten bekannt sind», sagt sie, «dabei geht es nicht nur um Gewalt zwischen Männern und Frauen, sondern um jegliche Art von häuslicher Gewalt.» Auch um Eltern, die ihren Kindern gegenüber gewalttätig sind, und junge Erwachsene, die ihren Eltern gegenüber gewalttätig sind.

Bouquet hofft auch, dass die Kampagne, die überall im Internet und in der Straßenbahn zu sehen sein wird, die Menschen zum Nachdenken anregen wird. «Wir möchten, dass die Menschen mit uns Kontakt aufnehmen und sich selbst hinterfragen: ‹Ist das Schreien zu Hause, das Anschreien meiner Kinder, nicht etwas, das ich ändern möchte?›» Präventive Maßnahmen, die verhindern können, dass eine Familie zerstört wird. Zumal Taina Bofferding betont, dass es «ein anonymes und kostenloses Angebot ist».

(JW/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Valchen am 30.09.2021 17:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Männerhaus?? I didn’t think so! ;—((

Die neusten Leser-Kommentare

  • Valchen am 30.09.2021 17:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Männerhaus?? I didn’t think so! ;—((