Revolut

13. Mai 2019 17:27; Akt: 14.05.2019 13:09 Print

Heftig kritisierte Bank erwägt Sitz in Luxemburg

LUXEMBURG – Die Online-Bank Revolut könnte sich aufgrund des Brexit in Luxemburg niederlassen. Die Bank droht wegen Verbindungen zu Russland ihre Lizenz zu verlieren.

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Nikolay Storonsky – Gründer und Geschäftsführer von Revolut – ist der Sohn von Mironovich Storonsky, dem stellvertretender Direktor von Gazprom in Russland.

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Revolut wurde 2015 von Nikolay Storonsky gegründet. Bei dem Kreditinstitut handelt es sich um eine sogenannte Neobank – eine Online-Bank, die zu 100 Prozent digital ist und für Kunden nur über mobile Apps und PC-Plattformen erreichbar ist. Im Vergleich zu anderen Banken ist Revolut günstiger, was Konto-, Kreditkarten- und Transaktionsgebühren betrifft.

Aufgrund des Brexit will sich Revolut, deren Hauptsitz sich in London befindet, nun auch auf dem europäischen Festland niederlassen. Litauen und Luxemburg gelten als voraussichtliche Standorte für eine Niederlassung. Das litauische Parlament erwog zuletzt, eine Untersuchung wegen Geldwäsche und wegen einer «sicherheitsrelevanten Nähe» zur russischen Regierung gegen die Bank einzuleiten.

In Luxemburg verweigerte die Finanzaufsicht CSSF bisher jeglichen Kommentar zu einer eventuellen Kontaktaufnahme mit Revolut. Dabei handele es sich um vertrauliche Informationen, hieß es. Die CSV hat sich derweil an das litauische Parlament gewandt, um mehr über die Bank zu erfahren. Der christsoziale Abgeordnete Laurent Mosar wartet zudem auf eine Rückmeldung des Finanzministers. Er hatte die Regierung gefragt, welche Pläne sie bezüglich der Bank verfolgt.

(Patrick Théry/L'essentiel)

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