Luxemburg

12. Juli 2019 08:00; Akt: 12.07.2019 08:01 Print

Homophobie ist immer noch ein Thema

ESCH/ALZETTE – Diese Woche findet die Pride Week in Luxemburg statt. Der Verein Rosa Lëtzebuerg erinnert daran, dass die LGBT-Community noch immer für ihre Rechte kämpft.

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Auch in diesem Jahr trägt die LGBT-Community ihren Stolz auf die Straßen der Hauptstadt. (Bild: Editpress)

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«In diesem Jahr feiern wir die 20. Pride Week in Luxemburg. Zwanzig Jahre sind keine Kleinigkeit», sagt Tom Hecker, Präsident des Vereins Rosa Lëtzebuerg. Unter dem Motto «Don't hide, be proud» («Versteck dich nicht, sei Stolz») steht bis Sonntag die Regenbogenfahne im Mittelpunkt der Veranstaltung.

Luxemburg ist gemäß dem European Rainbow Index das viertfreundlichste Land für LGBT-Personen (Lesbian, Gay, Bisexual and Transgender – also Lesbisch, Schwul, Bisexuell und Transgender). «Trotzdem existiert die Homophobie auch hierzulande noch immer in den Köpfen vieler Menschen», fährt Hecker fort. Er fordert, dass nationalen Statistiken angelegt werden, in denen die Fälle homophober Gewalt verzeichnet werden.

Junger Mann wurde verprügelt

Er erinnert sich auch an den Fall eines jungen Mannes, der im Mai von einer Gruppe von Jugendlichen in der Hauptstadt angegriffen wurde. Die Jugendlichen sollen ihn übel beleidigt haben, bevor sie ihn anschließend verprügelten.

«Dass diese Art von brutalen Übergriffen auch 2019 noch stattfindet, ist inakzeptabel», sagt der Vorsitzende. Hecker, der auch als Transvestiekünstler auftritt, blickt dennoch optimistisch auf die Parade am Samstag: «Ich weiß nicht, ob das ein Trend ist, aber wir hatten mehr Unterstützung von Sponsoren. Das ist ein sehr gutes Zeichen.»

(Ana Martins/L'essentiel)

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