Corona-Pandemie

01. April 2020 11:52; Akt: 01.04.2020 12:36 Print

Luxemburg lanciert wegen Isolation Seelsorge-​​Hotline

LUXEMBURG – Durch die Ausgangsbeschränkung wird die psychologische Betreuung der Menschen wichtiger. Die Regierung weitet deshalb das Angebot der Covid-19-Hotline aus.

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Die Covid-19-Hotline der luxemburgischen Regierung bietet jetzt auch mehrsprachige psychologische Betreuung an. (Bild: DPA/Daniel Reinhardt)

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Krisen, Ängsten oder Unruhe: Im Zusammenhang mit der Covid-19-Pandemie und der derzeitigen Ausgangsbeschränkung fühlen sich viele Menschen in Luxemburg mit ihren Fragen und Unsicherheiten allein gelassen. Deshalb bietet die Covid-19-Hotline der Regierung jetzt auch psychologische Unterstützung an.

Die Hotline 8002 8080 wurde Anfang März im Großherzogtum eingerichtet, um zunächst Fragen zur Coronavirus-Epidemie zu beantworten. Sehr schnell, so die Behörden, sei sie «auf eine starke Nachfrage» gestoßen, und das ist immer noch der Fall. Mit der Verbreitung des Virus und den damit verbundenen täglichen Entwicklungen, passt sich dieser Dienst nun an.

«Mehrsprachige psychologische Unterstützung»

Für die Regierung ist psychologische Unterstützung in dieser Zeit der Enge entscheidend: So ist die Hotline jeden Tag – auch am Wochenende – von 7 bis 19 Uhr erreichbar und bietet «mehrsprachige psychologische Unterstützung», erklärt das Gesundheitsministerium. Demnach werden Menschen, die das Bedürfnis verspüren, von hochqualifizierte Teams begleitet.

Psychologin Tetyana Ochkur warnte gegenüber L'essentiel vor möglichen psychologischen Auswirkungen der Ausgangsbeschränkung: «Wenn man eingesperrt ist, erlebt man eine Vielzahl von psychologischen Auswirkungen, einschließlich emotionaler und kognitiver Symptome, die mit einer Form von Psychose zusammenhängen. Vergessen wir nicht, dass Einzelhaft als psychologische Folter gilt».

Lesen Sie hier das ganze Interview mit Tetyana Ochkur: «Soziale Isolation erhöht das Risiko für Selbstmord»

(L'essentiel/nc/aub)

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