Mark Segal im Interview

28. Juli 2021 09:33; Akt: 28.07.2021 11:12 Print

«Ich konnte mit meinem Mann bei Obama tanzen»

LUXEMBURG – Der amerikanische Journalist Mark Segal, 70, ein Pionier im Kampf für die Rechte von Homosexuellen, ist am Donnerstag in der Cigale zu Gast.

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L'essentiel: Herr Segal, war der Auslöser für Ihr Engagement?

Mark Segal:Das Bewusstsein, wer ich war, und die fehlgeleitete Sicht der Gesellschaft auf Schwule. Durch die Stonewall-Unruhen im Juni 1969 in New York wurde mir klar, dass dies der Kampf meines Lebens sein würde.

Was ist Ihnen von all den Jahren am lebhaftesten in Erinnerung geblieben?

Es gibt so viel. Aber um es kurz zu machen, mein junges 18-jähriges Ich, inmitten der Stonewall-Unruhen, hätte sich nie träumen lassen, dass der Präsident der Vereinigten Staaten, Barack Obama, mich eines Tages zu einem Empfang im Weißen Haus einladen würde, bei dem ich mit meinem Mann tanzen konnte.

Wie hat sich die Situation der LGBTQ+-Community verändert?

Derzeit gibt es eine Welle von Rechtskonservativen, religiösen Fanatikern und weißen Separatisten, die gegen den kulturellen Wandel auf globaler Ebene kämpfen. Sie stecken in der Vergangenheit fest, und alles, was wir tun müssen, ist, den Pride-Spirit zu respektieren und sichtbar zu bleiben.

Mark Segal ist am Donnerstag, 29. Juli zu Gast in der Cigale. Mehr Infos gibt es auf Facebook oder unter der Mailadresse info@cigale.lu.

Stonewall-Unruhen

In den 60-er Jahren war es nichts Ungewöhnliches, dass die Polizei Razzien in New Yorker Schwulenclubs durchführte. Sie veröffentlichten die Identitäten der Besucher, mitunter wurden diese wegen «anstößigen Verhaltens» angeklagt. In der Nacht vom 27. auf den 28. Juni 1969 kam es in der Bar Stonewall Inn zu einer solchen Razzia, die in tagelangen Straßenschlachten der Trans- und Homosexuellen mit der New Yorker Polizei gipfelte. Das Ereignis gilt als Wendepunkt und Befreiungsschlag in der Szene, an das jährlich der Christopher Street Day erinnert.

(sg/mei/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • jean-paul am 28.07.2021 11:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    wo werden homosexuelle denn hier unterdrückt? wofür kämpft er denn noch? privilegien? soll mal in den nahen osten gehen, da gibt es handlungsbedarf!

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  • Valchen am 28.07.2021 19:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ech sin Hetero, an giww net mam Obamama Danzen! ;-))

  • Dany am 28.07.2021 17:06 Report Diesen Beitrag melden

    A China as e Saak Reis ëmgefall.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Valchen am 28.07.2021 19:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ech sin Hetero, an giww net mam Obamama Danzen! ;-))

  • Dany am 28.07.2021 17:06 Report Diesen Beitrag melden

    A China as e Saak Reis ëmgefall.

  • jean-paul am 28.07.2021 11:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    wo werden homosexuelle denn hier unterdrückt? wofür kämpft er denn noch? privilegien? soll mal in den nahen osten gehen, da gibt es handlungsbedarf!

    • @jean-paul am 28.07.2021 13:26 Report Diesen Beitrag melden

      Wenn man nicht selbst betroffen ist und dementsprechend wenig Ahnung hat - einfach mal den Rand halten. NATÜRLICH gibt es immer Länder, in denen es viel schlimmer zugeht, aber das heisst nunmal nicht, dass hier alles Friede, Freude, Eierkuchen ist. Das beweisen genau solche Kommentare wie der Ihre ganz wunderbar.

    • Phil am 28.07.2021 22:59 Report Diesen Beitrag melden

      "Selbst betroffen".. klingt so als wenn man(n) eine Krankheit hätte.

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