«Ronderëm de Séi»

23. Mai 2019 16:56; Akt: 23.05.2019 17:34 Print

«Ich mag einfach die Anstrengung»

ECHTERNACH – Beim diesjährigen «Ronderëm de Séi» -Lauf haben sich mehr als 1000 Schüler der Herausforderung gestellt.

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Die Köpfe sind rot, die Haare kleben im Gesicht und der Schweiß läuft bei Sonne und Temperaturen um die 20 Grad in Strömen. 1050 Schüler von 33 Schulen des Großherzogtums schwitzen und schnaufen beim «Ronderëm de Séi»-Lauf bei Echternach. Die Sportveranstaltung – organisiert von der asbl Lasel und den Sportlehrern der Schulen – findet in diesem Jahr bereits zum 39. Mal statt.

«Für die Schüler ist es eine Möglichkeit, sich sportlich zu betätigen, aber auch Zusammenhalt zu erleben und ihre Schulen zu repräsentieren», sagt Carol Kiefer, die gemeinsam mit Chantal Hayen in der Lasel für Leichtathletik und Laufen zuständig ist. «Auch für die Lehrer ist es eine Gelegenheit, sich mit Kollegen zu treffen und symbolisch das laufende Schuljahr abzuschließen», sagt Hayen. Die Lehrer laufen oft mit und sind verantwortlich für das Wohl der Jugendlichen. «Gerade bei diesem Wetter ist es wichtig, dass die Schüler genügend trinken und auch etwas gegessen haben.» Zwei Wasserstände stehen am Weg bereit, ein Erste Hilfe Wagen begleitet die Läufer und Sanitäter warten am Ziel. Ernsthaft verletzt habe sich in den vergangenen Jahren aber niemand.

« «Die Schüler sollen hier an ihre Grenzen gehen», »

Viviane (18) muss sich das Knie kühlen, nachdem sie im Ziel eingelaufen ist. Während der sieben Kilometer rund um den See war sie gestürzt. Aufgeregt vor der großen Anstrengung sei sie nicht gewesen, sie «habe es eben einfach gemacht.» Auch die vier Schulkameraden Eric, Gilles, Yan und Cédric waren nur ein wenig aufgeregt. Vorwiegend weil es für zwei von ihnen das erste Mal auf dieser Strecke war: «Ich habe nur gehört, dass die erste Etappe anstrengend sein soll, weil es bergauf geht», sagt Gilles. Yan musste am Ende kämpfen, er hatte unterschätzt, wie lang die letzte Etappe ist. Eric ist geübt, er ist bereits bei einem Marathon mitgelaufen.

Effie, Kim, Anne und Laurie sind zufrieden mit ihrem Lauf, auch wenn es eine Herausforderung war. «Mein Ziel war es, die ganze Strecke durch zu laufen, und das habe ich geschafft»,sagt Laurie. «Am Anfang war es hart, aber am Ende wollte ich nochmal alles geben», meint Anne. Gelernt haben die Jugendlichen dabei auch etwas: «Niemals aufgeben», fasst Effie zusammen. «Die Schüler sollen hier an ihre Grenzen gehen», sagt Sportlehrer Jeff Paulus vor dem Rennen, «so lernen sie, sich einzuteilen.»

Der 70-jährige Guy van Hulle von der Lasel ist mit dem Fahrrad neben dem ersten Läufer hergefahren: «Die sind schon schnell gewesen,da musste ich ganz schön Gas geben»,meint der pensionierte Sporterzieher. Der 15-jährige Sam hat den vierten Platz gemacht, er war ein bisschen aufgeregt, weil er «unbedingt vorne mitlaufen wollte». Das Bergauflaufen zu Beginn war mühsam, aber danach sei es kein Problem mehr gewesen. Immerhin trainiert er fünf Mal die Woche über eine Strecke von zehn Kilometern: «Ich mag einfach die Anstrengung.»

(Stefanie Braun/L´essentiel)

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