Corona-Patient in Luxemburg

27. Juli 2021 08:19; Akt: 27.07.2021 08:54 Print

«Ich war froh, nicht das 822. Opfer zu sein»

LUXEMBURG – Zwölf Tage lag ein 60-Jähriger auf der Intensivstation des CHL. Er berichtet von seiner persönlichen Erfahrung.

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Der 60-Jährige ist froh, nicht das 822. Corona-Opfer geworden zu sein. Er kannte das letzte Todesopfer.

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«Ich war noch nie im Krankenhaus, ich war sportlich, gesund und hatte ein ausgeglichenes Leben», erzählt ein 60-Jähriger gegenüber L'essentiel, dessen Leben sich durch eine Corona-Infektion vor kurzem radikal änderte. Fünf Tage nach der Rückkehr von einer Reise nach Barcelona «verschlechterte sich mein Zustand. Ich hatte nicht genug Sauerstoff. Ich wurde in die Notaufnahme des Krankenhauses gebracht und dann auf die Intensivstation im CHL. Dort begann eine regelrecht Tortur», erzählt er.

Er blieb insgesamt zwölf Tage lang auf der Intensivstation. «Ich war froh, nicht das 822. Opfer zu sein», sagt er angesichts der kritischen Lage, in welcher er sich befand. Zumal er das 821. Todesopfer kannte. «Es war ein 38-Jähriger, in einem Zimmer in der Nähe von meinem», fügt er betroffen hinzu.

«Wir dürfen nicht glauben, dass wir unsterblich sind»

«Ich dachte, dass es zu viele Impfstoffe gibt, dass sie zu schnell entwickelt wurden, ich war skeptisch, mich impfen zu lassen, wie viele. Ich möchte nicht, dass andere das durchmachen, was ich durchgemacht habe. Das ist alles andere als eine angenehme Erfahrung.»

Er möchte sich bei den Ärzten und dem medizinischen Personal bedanken. «Die Krise ist nicht vorbei, das Personal ist immer noch da und fürchtet die Ankunft einer vierten Welle. Sie müssen hart weiterarbeiten, obwohl die Lösung da ist: der Impfstoff. Wir dürfen nicht selbstsüchtig sein und glauben, dass wir unsterblich sind.»

Aktuell hängt der 60-Jährige noch immer an den lebenserhaltenden Maßnahmen und weiß nicht, wann er das Krankenhaus verlassen kann. «Ich hoffe, es wird dieses Wochenende sein, damit ich meine Frau umarmen kann. Es ist schwer, allein zu sein, ohne Besucher.»

(Marion Mellinger/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • décke lärry am 27.07.2021 08:55 Report Diesen Beitrag melden

    Respekt fir de Mann dann un d'Öffentlechkeet ze goën fir sou en témoinage. Alles Guddes fir Hiën an dass en nees ganz gesond get.

  • Aender am 27.07.2021 12:29 Report Diesen Beitrag melden

    Gudd Besserung fier den Mann. Trotzdem loosen ech mech nett impfen, well opp Ouroden vun der Santée ( Analyse vum Staatslabo ) war ech schon 1x baal Doud gespretzt ginn.

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  • Léon am 27.07.2021 18:20 Report Diesen Beitrag melden

    Personne là obligé d’aller en vacances, ( moi )même tout payer je préfère rester chez moi en plus qui lui a rédigé l’article . Je ne suis pas vacciné et je refuse et j’évite tout rassemblement inutile.

Die neusten Leser-Kommentare

  • pas am 27.07.2021 18:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Den 1. Saatz ass bestemmt schon gelunn !!!

  • Léon am 27.07.2021 18:20 Report Diesen Beitrag melden

    Personne là obligé d’aller en vacances, ( moi )même tout payer je préfère rester chez moi en plus qui lui a rédigé l’article . Je ne suis pas vacciné et je refuse et j’évite tout rassemblement inutile.

  • Octopus am 27.07.2021 17:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gudd Besserung, et get do just en klengen Bemol, Barcelona.

  • Luss am 27.07.2021 15:27 Report Diesen Beitrag melden

    Eng gut Besserung fir den Här.

  • Aender am 27.07.2021 12:29 Report Diesen Beitrag melden

    Gudd Besserung fier den Mann. Trotzdem loosen ech mech nett impfen, well opp Ouroden vun der Santée ( Analyse vum Staatslabo ) war ech schon 1x baal Doud gespretzt ginn.

    • de pol am 27.07.2021 16:44 Report Diesen Beitrag melden

      ma, ech loosse mech och net impfen , ech hun 3 härz infakter hannerun mir hoelen 9 medikamenter ech wees net wei di reaktioun do drop ass,dofir verzichten ech drop,an wann ech net an de kino oder restaurant därf,dat ass net schlemm , ech leewe gär nach ebessen

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