Luxemburg

08. Juni 2020 10:05; Akt: 08.06.2020 10:51 Print

«Ich weiß nicht, ob ich für das Examen bereit bin»

LUXEMBURG – An der Universität Luxemburg beginnen diesen Montag die Prüfungen. Dabei mussten sich die Studenten unter außergewöhnlichen Bedingungen darauf vorbereiten.

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Die Studierenden müssen ihre Prüfungen zu Hause ablegen.

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Mit den Prüfungen an der Universität endet im Großherzogtum ein ungewöhnliches Sommersemester 2020. «An diesem Montag beginnen meine Bachelor-Prüfungen», sagt Emeline, eine Studentin, die mit ihrer Familie auf dem französischen Land lebt. Gleichzeitig bereitet sie die «Bewerbung für meinen Master-Abschluss vor. Das ist eine Menge», sagt die 23-Jährige, die ganz nebenbei auf der Suche nach einem Sommerjob ist, weil das Unternehmen, bei dem sie normalerweise arbeitet, «wegen Covid in den nächsten Ferien keine Praktikanten aufnehmen wird», sagt sie.

Doch die scheinbar gewöhnlichen Probleme der Studenten wurden in diesem Semester von weiteren Schwierigkeiten begleitet. In den vergangenen Wochen haben sich Studenten der Universität Luxemburg unter ungewöhnlichen Bedingungen auf die Prüfungen des Sommersemesters vorbereitet. «Die Professoren und Dozenten waren sehr verständnisvoll und haben versucht, ihr Bestes zu geben. Aber aus der Entfernung ist es schwierig, genau zu wissen, was sie von uns erwarten», sagte Sarah, ebenfalls 23 Jahre alt. Auch sei es sehr kompliziert, den eigenen Stand der Vorbereitung einzuschätzen. «Ehrlich gesagt, weiß ich nicht, ob ich für das Examen bereit bin», sagt sie beunruhigt.

Abgesehen von den praktischen Schwierigkeiten spielt auch der psychologische Aspekt eine nicht zu unterschätzende Rolle. «Früher habe ich in der Campus-Bibliothek gelernt, jetzt teilen wir uns den Platz in der Wohnung mit meinem Schwiegervater.» So sei es schwer, zwischen Studium und Freizeit zu trennen. «Dazu kommt noch die Sorge um die Gesundheitssituation», sagt Sarah. «Früher hatten wir die Möglichkeit, uns nach dem Unterricht mit den anderen Studenten zu treffen. Und dieses gesellschaftliche Leben ist auf Eis gelegt worden, obwohl es sehr wichtig gewesen wäre, vor den Prüfungen zu entspannen», fügt Emeline hinzu.

(Séverine Goffin/L'essentiel)

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