Lydie Polfer

07. September 2021 07:00; Akt: 07.09.2021 07:05 Print

«Ich werde nicht wegen Dealern zurücktreten»

LUXEMBURG – Die Bürgermeisterin der Hauptstadt, Lydie Polfer, fordert mehr Ressourcen für den Kampf gegen die Unsicherheit in bestimmten Vierteln.

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Lydie Polfer (DP) äußerte sich am Montag zu den Geschehnissen des Wochenendes. (Bild: DPA/© Editpress / Didier Sylvestre)

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Nachdem es am Samstagabend im Bahnhofsviertel zu einer gewaltsamen Auseinandersetzung zwischen G4S-Sicherheitsleuten, ihrem Hund und einem betrunkenen Mann gekommen war, hat sich am Montag die Bürgermeisterin der Hauptstadt, Lydie Polfer (DP), der Presse gestellt. «Ich werde nicht wegen Drogendealern zurücktreten», betonte sie. «Auf keinen Fall werden wir uns aufgrund von – wie ich es nenne – Einschüchterung ergeben. Damit würden wir ihnen Recht geben.»

Diese Einschüchterungen würden sich nicht nur gegen Sicherheitskräfte oder die Polizei richten, erklärt sie weiter. Lydie Polfer nutzte die Gelegenheit, um Einzelheiten zum Vorfall von Samstag bekanntzugeben. «Das Video ist schockierend, aber es zeigt nicht alles. Um 19 Uhr kam ein Team des sozialen Projekts «À vos côtés» am Ort des Vorfalls vorbei; es gab eine Schlägerei, ein Mann trug ein Messer bei sich – derjenige, der später auch vom Hund gebissen wurde. Die Beteiligten verhielten sich dem Sozialteam gegenüber aggressiv, und die Polizei nahm zwei Personen mit. Die Person mit dem Messer war ins Café geflüchtet.» Etwas mehr als drei Stunden später sei es zum Zwischenfall mit mit G4S gekommen.

«Ich werde keine rechtsfreien Räumen dulden»

«Man hat das Gefühl, die Dealer würden immer aggressiver werden und ihr Revier verteidigen, insbesondere im Bahnhofsviertel und in Bonneweg. Ich werde allerdings keine rechtsfreien Räume dulden, wie man sie aus bestimmten Vierteln in Frankreich kennt», fährt Polfer fort.

Um die wachsende Unsicherheit zu bekämpfen, fordert sie erneut mehr Ressourcen für die Polizei, «in Form von Personal, aber auch in Form von Ausrüstung». Damit meine sie vor allem die Videoüberwachung. «Auf der Avenue de la Gare gibt es keine, wobei es gerade dort immer wieder zu Problemen kommt.»

(Jean-François Colin/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • E Garer am 07.09.2021 07:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Esou laang wi d‘Dealeren mam Transport Public an d‘Staat kommen ass alles am „Gringe Beraich“…..et gëtt jo anscheinend kee Problem op der Gare…

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  • Danke Grüne am 07.09.2021 09:48 Report Diesen Beitrag melden

    Vielen Dank an die untätigen und unfähigen 2 (!) grünen Minister (Polizei und Justiz) für ihre ideologische Fahnenflucht ! Es lebt sich in der Tat besser im schönen Büro mit Leibwächter und gepanzerten Dienstwagen, sie haben Recht !

  • Angelofdeath am 07.09.2021 07:20 Report Diesen Beitrag melden

    Ich sehe jeden Mittwoch Morgen gegen 6:00 den Hauptdealer mit seinem schwarzen Porsche Panamera, direkt neben dem Polizeigebäude in der rue Gläsener (oder gerade um die Ecke) seine Ware an die kleineren Gauner verteilen. Um die Uhrzeit ist dort weder die Polizei noch die G4S unterwegs.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Frënz am 08.09.2021 06:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Mme Polfer äre Regierung muss awer Fuerw bekennen an dem Beräich. Well zanter déi um Hiewel ass, ass et schlëmmer. Et mierkt een ëmmer rëm wann een zeréck kennt an Stad wat fir eng Aggressiv an schlëmm Leit ronderem laafen. An Politik kuckt no an mecht näischt!!! En plus get de Volet Sëcherheet nach un den Privat Sektor off ginn. Ma wou sinn mir dann an firwaat ginn mir dann wielen w.e.g. An lo soll dann och um niveau Gemeng nach méi einfach eis nei Leit kennen wielen. Majo dommadden ass eis Land komplett verkaaf. Merci.

  • patrick am 07.09.2021 23:39 Report Diesen Beitrag melden

    ma et get jo net vill geint se ennerholl, wann ech gesin wei öffentlech mettlerweilen an der stadt gedealt get, et kennt een sech fir wei op engem drogen bazar, an d police kuckt no, well se wann se geifen öfters eng ennerhuelen nees direckt als rassisten dohin gestallt gin, well sin mer mol eierlech 80 prozent vun deenen dei do verkaafen, kommen eben aus aner länner. Et breng neicht emmer firun der wouerecht d aaen zou ze machen

  • Meinung am 07.09.2021 22:31 Report Diesen Beitrag melden

    Frau Polfer erstens was vorher war ist eine Sache, was die G4S angeht drei Stunden später ist eine andere Sache. rechtsfreie Räume dulden ist wiederum was anderes, erlaubt die Rechtstaatlichkeit überhaupt, das die G4S so eingesetzt wird. Sie bangen leider nur um ihr politisches Amt nichts anderes, leider.

  • Bouneweger am 07.09.2021 20:43 Report Diesen Beitrag melden

    Dies ist IHR WERK Frau Polfer! Jahrzehntelang haben SIE den Cartier de la Gare, die Avenue de la Gare, die Avenue de la Liberté und den Cartier Bonnevoie vernachlässigt! Alles NUR für die OBERSTADT, IHR Domaine um SIE herum! Wieviele Male waren SIE seid IHRER REGENZ in der Avenue de la Gare, Avenue de la Liberté und CARTIER BONNEVOIE???? Schämen SIE sich, jetzt HILFE schreien wo SIE IHR EIGENES WERK nicht mehr INNE haben! Zu billig, machen SIE PLATZ BITTE

  • 123 am 07.09.2021 19:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Also dann misten an enger anerer Gemeng och vill Leit zréck trieden dei hiren Job net anstaenneg machen.