Pläne des Möbelhändlers

11. Oktober 2018 12:26; Akt: 11.10.2018 15:06 Print

«Ikea Luxemburg» wird wohl nur ein Online-​​Shop

LUXEMBURG – Auf ein großes Möbelhaus im Großherzogtum warten Ikea-Fans wahrscheinlich vergeblich. Kunden können sich Möbel aber bald nach Hause liefern lassen.

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Vor der Ikea-Filiale in Sterpenich bei Arlon parken auch viele Autos aus Luxemburg und Frankreich. (Bild: Editpress/Fabrizio Pizzolante)

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Der Möbelhändler Ikea hat am Mittwoch einen neuen Expansionskurs angekündigt. Bis 2025 will der schwedische Konzern 19 neue Filialen eröffnen. Auch Luxemburg wird in der Pressemitteilung von Ikea genannt. Was steckt dahinter?

Eine Sprecherin von Ikea Belgien erklärt auf Nachfrage von L'essentiel, dass Kunden in Luxemburg sich künftig Möbelteile über den Online-Shop nach Hause liefern lassen können. Ab wann dies möglich sei, sei noch nicht bekannt: «Wir arbeiten derzeit an einer E-Commerce-Lösung für Kunden in Luxemburg», so die Sprecherin. Die Errichtung eines «echten» Ikea-Möbelmarkts im Großherzogtum sei aber bislang nicht vorgesehen.

Neue Strategie

Ikea schmiedete bereits vor rund 15 Jahren Pläne, ein Großkaufhaus im Westen Luxemburgs zu errichten. Das Vorhaben scheiterte jedoch am Widerstand von Umweltverbänden und lokalen Behörden. Ikea siedelte sich daraufhin ein paar Meter von der Luxemburger Grenze entfernt in Sterpenich (Belgien) an. Standorte von Ikea gibt es zudem in Saarlouis (Deutschland) und Metz (Frankreich). Das Unternehmen betreibt als größter Franchise-Nehmer weltweit 367 Ikea-Häuser. 2017 erzielte Ikea rund um den Globus einen Einzelhandelsumsatz von 34,8 Milliarden Euro – 4,7 Prozent als im Jahr davor.

Pilotprojekt: Am Westbahnhof in Wien entsteht bis 2021 ein «City Store» von Ikea. Bild: Ikea Österreich

Ikea hat sein Geschäftskonzept zuletzt umgekrempelt. Riesige, am Stadtrand hingeklotzte Riesen-Möbelmärkte gehören offenbar der Vergangenheit an. Der Möbelanbieter will stattdessen deutlich kleinere Märkte in Europas Innenstädten ansiedeln. «Wichtig ist eine gute Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr. Auch Kunden ohne Auto müssen uns gut erreichen können», sagte Johannes Ferber, Expansionschef von Ikea Deutschland im vergangenen April der Deutschen Presse-Agentur. «Wir werden kaum noch neue Standardstores sehen und erst recht nicht auf der grünen Wiese.»

(jt/L'essentiel)

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