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13. Juli 2018 10:17; Akt: 04.12.2018 17:52 Print

Immer mehr Franzosen zieht es nach Luxemburg

LUXEMBURG – Mit 45.822 Staatsangehörigen bilden unsere südlichen Nachbarn die zweitgrößte ausländische Gemeinschaft des Großherzogtums, so eine Statec-Studie.

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Nicht nur beim Public Viewing zeigt sich die große Zahl der Franzosen in Luxemburg. (Bild: Editpress/Ifinzi)

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1970 machte dien die Zuzügler noch 2,5 Prozent der luxemburgischen Bevölkerung aus – heute sind es bereits 7,6 Prozent. Die Franzosen sind immer zahlreicher in Luxemburg anzutreffen, sei es als Grenzgänger oder um sich im Großherzogtum niederzulassen. Mit 45.822 bilden sie die zweitgrößte ausländische Gemeinschaft des Landes nach den Portugiesen, so die Statec-Studie, die anlässlich des französischen Nationalfeiertags am Samstag veröffentlicht wurde.

Aber wichtiger als die Anzahl ist die Dynamik in der Entwicklung. Seit 2011 ist die Zahl der Franzosen um 45,7 Prozent gestiegen. Dies ist mehr als die generelle Zunahme der Ausländer im gleichen Zeitraum (+30,7 Prozent).

Fast die Hälfte von ihnen lebt in Luxemburg-Stadt (43,8 Prozent). Die Hauptstadt zählt 17,3 Prozent Franzosen zu ihren Einwohnern, in Strassen sind es 14,3 Prozent und in Hesperingen 14,2 Prozent. In diesen Gemeinden dürfte am kommenden Sonntag beim WM-Finale ganz besonders laut gefeiert werden.

Großteil der Doppel-Staatsbürger wohnt im Ausland

Je weiter man sich von Luxemburg-Stadt entfernt, desto mehr sinkt die Zahl der Franzosen, mit besonders niedrigen Raten an der belgischen und deutschen Grenze. Bettendorf ist die Gemeinde mit dem geringsten Anteil an Franzosen im Land (0,6 Prozent).

Die überwiegende Mehrheit der in Luxemburg lebenden Franzosen wurde auf der anderen Seite der Grenze geboren (73,5 Prozent). Bei der Einbürgerung erhielten in den letzten sieben Jahren 2651 von ihnen die luxemburgische Staatsbürgerschaft. Das sind 9,6 Prozent aller Einbürgerungen.

Tatsächlich sind die Franzosen jedoch weniger daran interessiert, die luxemburgische Staatsangehörigkeit zu beantragen als andere Ausländer. Interessant ist auch, dass 69 Prozent der Einbürgerungen nicht ansässige Franzosen betreffen. Am 1. Januar 2018 gab es 4448 Franco-Luxemburger.

(th/L'essentiel)