Überfall in Esch

07. Februar 2018 07:57; Akt: 07.02.2018 09:17 Print

«In diesem Moment dachte ich, das war's»

ESCH/ALZETTE – Der Juwelier Daniel Martins wurde am Dienstag brutal überfallen. Er schildert «L’essentiel» das gewalttätige Vorgehen der drei Räuber.

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Der Juwelier sah sich am Dienstagmorgen plötzlich drei Räubern gegenüber.

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Der Morgen begann am Dienstag für Daniel Martins wie jeden Tag. Gegen 10.30 Uhr sperrte der Juwelier des gleichnamigen Geschäftes in Esch seinen Laden auf. Alltag eben. Drei Männer traten sogleich in die Räumlichkeiten in der Rue Dicks ein. Offensichtlich Kunden. Einer davon interessiert sich für den Kauf einer Uhr. Er sieht sich eine genauer an. Dann noch eine, bis er seine Entscheidung getroffen hat. «In diesem Moment drehe ich mich um und er packt mich plötzlich von hinten. Sein Komplize steht mir gegenüber. Er zielt mit einer Pistole auf meinen Kopf», beschreibt Martins seinen persönlichen Albtraum.

Dann geht alles ganz schnell. Zwei der Räuber ziehen Martins in den hinteren Teil des Ladens. Dort schlagen sie ihn mit einer Gardinenstange nieder und drücken ihn auf den Boden. «In diesem Moment dachte ich, das war's. Ich musste an meine Töchter denken. Und an meine Mutter, die auch anstelle von mir hier hätte liegen können», schildert der Besitzer, der den Laden zusammen mit seinen Eltern leitet.

Täter flüchten

Doch der 42-Jährige ergibt sich nicht seinem Schicksal. Er wehrt sich. Er kämpft mit den drei Verbrechern und schafft es, Richtung Tresen zu kriechen. Dann haben die drei Männer offenbar genug. Sie fliehen. «Sie haben englisch gesprochen. Ich glaube nicht, dass sie von hier sind», sagt Martins. Der Chef der Bar von nebenan ruft die Polizei. Der geschockte Juwelier wird zur Untersuchung ins Krankenhaus gebracht. Er hatte Glück im Unglück, denn er kommt mit ein paar blauen Flecken davon. Der gestohlene Schmuck «übersteigt nicht den Wert von 3000 Euro», schätzt er.

Seit 20 Jahren führt die Familie Martins das kleine Juweliergeschäft in Esch. «Wir wurden dreimal bestohlen, aber noch nie in dieser brutalen Weise», sagt die Mutter von Daniel Martins. «Aber das wird uns nicht davon abhalten, in unserem Laden weiter zu arbeiten.»

(Thomas Holzer/L'essentiel)

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