Umfrage

26. Juli 2017 16:51; Akt: 26.07.2017 17:05 Print

In Luxemburg hat man's nicht so mit Verkehrsregeln

LUXEMBURG - Aus einer Umfrage von TNS Ilres geht hervor, dass etwa 70 Prozent der Einwohner Luxemburgs im vergangenem Jahr gegen die Straßenverkehrsvorschriften verstoßen haben.

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28 Prozent der Autofahrer geben zu, während der Fahrt ihr Telefon zu verwenden. (Bild: AFP)

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Die Einwohner Luxemburgs zeigen am Steuerrad kein vorbildliches Verhalten. Aus einer Umfrage von TNS Ilres geht hervor, dass etwa 70 Prozent der Autofahrer im vergangenem Jahr wenigstens einmal gegen die Straßenverkehrsvorschriften verstoßen haben. Bei den meisten Verstößen geht es nach wie vor um schnelles Fahren. Mehr als die Hälfte (52 Prozent) der Befragten gaben zu, die Geschwindigkeit überschritten zu haben.

Obwohl vor zwei Jahren die Sanktionen von der Polizei verschärft wurden (zwei Punkte Abzug und 145 Euro Bußgeld), bleibt das Handy am Steuer ein gängiges Verhalten. Gut jeder vierte Fahrer (28 Prozent) gibt zu, sein Handy am Steuer verwendet zu haben. Diese Tendenz steigt sogar auf 47 Prozent bei Jugendlichen unter 24 Jahre.

28 Prozent der Autofahrer beteuern vorbildliches Verhalten am Steuer

Jeder fünfter Einwohner gibt zu, sein Fahrzeug auf einem nicht gestatteten Platzplatz abgestellt hat. Andere Verstöße sind: bei Rot über die Ampel fahren (12 Prozent), das Fahren unter Alkoholeinfluss (neun Prozent), Vorfahrtsmissachtung (acht Prozent) und das Fahren ohne Sicherheitsgurt (vier Prozent). Ein Viertel der Bevölkerung (28 Prozent) behauptet jedoch, sich hinter dem Steuer vorbildlich zu verhalten und im vergangenem Jahr kein Verkehrsverstoß begangen zu haben.

Wie François Bausch in seiner Präsentation der Unfallbilanz 2016 betonte, sind die Ergebnisse dieser Studie mit Vorsicht zu genießen. «In einer Umfrage täuschen sich viele, die behaupten die Geschwindigkeit eingehalten zu haben. Nicht weil sie die Wahrheit nicht einsehen wollten, sondern weil sie sich ihrer Geschwindigkeit nicht bewusst waren», erklärte der Verkehrsminister im Mai. 2016 war bei einem von drei tödlichen oder Schwerunfälle erhöhte Geschwindigkeit im Spiel.

(jd/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Sylvie am 26.07.2017 18:40 Report Diesen Beitrag melden

    Daat ass leider wouer, hei get guer näischt méi respektéiert! Garagen Affarhten zou parken, duech rout fuhren, an enger Einbahnstross wou nemmen erop fuhren erlaabt ass, fuhren der permanent erof an gefährden déi aaner. An esou weider an esou fort, et ass ganz schlemm!!!!!!!!!!!!!!

    einklappen einklappen
  • Nico am 27.07.2017 01:46 Report Diesen Beitrag melden

    Genau so gut könnte man die Leute befragen ob sie im vergangenen Jahr mal gelogen haben. Was die 28% betrifft, die könnten in dem Fall 100%ig positiv antworten. Merke: NIEMAND ist perfekt, auch nicht die üblichen Gutmenschen und Besserwisser!

  • Pauline H. am 27.07.2017 07:20 Report Diesen Beitrag melden

    Ich sehe jeden Tag mindestens ein halbes Dutzend Drängler, welche die durch rot fahren und fast niemand betätigt mehr seinen Blinker. Man könnte an jede Strassenecke Polizisten hinstellen : alle wären ausgelastet.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Pinkie am 28.07.2017 14:36 Report Diesen Beitrag melden

    Ich glaube bei dem Beitrag von Waxman, mit dem Porsche Cayenne handelt es sich um den Schlag Fahrer wo Morgens Handschuhe und Spikes, unter die Schuhe tut weil es glatt ist, aber sobald das Autofenster freikratzt ,und sobald er , mit dem Hintern im warmen Auto sitzt und seine 200Ps anlaesst, ist die Glaette vergessen und vor den Reifen, verfliegt der Regen oder der Schnee . Die Verkehrsregeln und vorsichtiges Fahren gelten nicht ,bis er einmal im Winter oder bei Regen erlebt, trotz besten Reifen und Allrad, Unschuldige in einen Unfall verwickelt !!

  • Blacky am 27.07.2017 13:20 Report Diesen Beitrag melden

    Das Problem in Luxemburg ist das desinteresse unserer Polizei bei Zuwiderhandlungen bei Straftaten ,z.b bei Vandalismus vor Haustueren angerufen ,Antwort keine Zeit,Warte heute nach ein paar Monate noch . Vor einigen Jahren Opfer einer Fahrerflucht ,weder Zeugenaufruf durch Polizei in Zeitung ,Reparatur 2500Euro selbst bezahlt !! Unfall wegen gegnerischer Nichtbeachtung der Rechts- Vorfahrt und Ueberhoehter Geschwindigkeit 10000 Euro Schaden ,Anruf bei Polizei, Antwort: keine Zeit ,kommen Sie auf`s Buero ,also Unfallbericht selbst geschrieben und Raserei blieb wieder ungestraft !!

  • sinnlos am 27.07.2017 13:18 Report Diesen Beitrag melden

    Was für eine sinnlose Umfrage. Da müssten 100% statt 70% stehen. Niemand kann mir sagen , dass er während eines Jahres nicht einmal irgendwas falsch gemacht hat , und sei es nur dass er mit 51 statt 50 gefahren ist.

  • Kalimero am 27.07.2017 12:14 Report Diesen Beitrag melden

    "im Mai. 2016 war bei einem von drei tödlichen oder Schwerunfälle erhöhte Geschwindigkeit im Spiel" Dei Aussoh do muss mol bewissen gin. Dei Aussoh as just gudd vir ze soen et mussen nach mei Gelddrockmaschinen ehm pardon "Radaren" installeiert gin.

  • K1000 am 27.07.2017 10:29 Report Diesen Beitrag melden

    Ach übrigends : 100 % der Politiker lügen, 100 % der Pfarrer fluchen, 100 % der Journalisten wissen im Sommerloch nicht was sie schreiben sollen. ( Dieser Artikel ist ein Beweiss dafür ! )