Grossprojekt

25. Oktober 2020 08:00; Akt: 23.10.2020 18:46 Print

Industriebrache wird neues Leben eingehaucht

ESCH-SCHIFFLINGEN – Wo 144 Jahre lang Stahl produziert worden ist, soll in den kommenden 20 Jahren ein neues Wohnviertel entstehen.

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Das ehemalige Industriegelände in Esch-Schifflingen ist 61,16 Hektar groß. (Bild: Cobe-Architekten)

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Der ehemalige Industriestandort Esch-Schifflingen soll in ein neues Wohngebiet verwandelt werden, in dem künftig «mehr als 10.000 Menschen» leben sollen. Im Rahmen eines Treffens, das am Freitag zwischen Vertretern der Regierung, der Gemeinden und von ArcelorMittal stattfand, wurde das Projekt nun von offizieller Seite bestätigt. Vier Jahre dauere es, die Durchführbarkeitsstudie für das 61,16 Hektar große Gelände abzuschließen. Das Areal liegt zu 91 Prozent in Esch/Alzette und zu neun Prozent in Schifflingen. Es gehört zu 87,1 Prozent dem Stahlkonzern ArcelorMittal, der Rest gehört dem Staat.

Mit der Umwandlung wurde die Entwicklungsgesellschaft Agora betraut, die bereits für den Standort Belval zuständig ist. 30 Prozent der Wohnungen, die auf dem Gelände entstehen, sollen zu bezahlbar sein. In dem neuen Stadtteil soll der herkömmliche Verkehr eingeschränkt werden, sanfte Mobilität und die öffentlichen Verkehrsmittel sollen eine zentrale Rolle einnehmen. Geplant sind eine Tramhaltestelle sowie eine Zughaltestelle und ein Anschluss an die künftige BHNS-Linie («Bus à haut niveau de service»).

Die schrittweise Umwandlung dieses neuen Bezirks werde etwa zwanzig Jahre dauern. Während die Hälfte des Geländes dem Wohnungsbau gewidmet sein wird, soll der Rest für Büros und Schulen genutzt werden. Außerdem sollen «bemerkenswerte Elemente der Industriearchitektur, die die Geschichte des Ortes widerspiegeln», erhalten bleiben, wie die Projektleiter erklären.

Die Bestätigung des Projekts sei für Schifflingen und Esch/Alzette eine Erleichterung. Die Umwandlung der Industriebrache sei aus wirtschaftlicher, sozialer und städtischer Sicht ein Gewinn. Wann die Bauarbeiten beginnen, wurde noch nicht mitgeteilt.

(nc/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • kein Gewinn in Sicht ... OO am 26.10.2020 06:52 Report Diesen Beitrag melden

    ... verseuchte Industriebrachen für Wohnungen! / Felder, Wiesen u Wälder für die steuerbefreite steuersubventionierte geldprofiterhoffte gratisumweltverseuchende energiefressende klimaerwärmende Verseuchungsindustrie! ... soooo wichtig ist die Gesundheit der Steuerzahler, dass sie beim überteuerten Styroporhäuslebau u der landesweiten Industrieverseuchung ganz vergessen u unter Bauschutt begraben wird !!! ... u den Sondermüll der verschimmelten Styroporbauten überlassen wir der kommenden Generation! ...

  • Arthur am 25.10.2020 11:02 Report Diesen Beitrag melden

    Da gid mol op Wolz kuken,do as no 30 Joer Industriebraach nach keen Haus gebaut gin. Just Maketten gin zesummen gepecht an bewonnert.

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  • kein Gewinn in Sicht ... OO am 26.10.2020 06:52 Report Diesen Beitrag melden

    ... verseuchte Industriebrachen für Wohnungen! / Felder, Wiesen u Wälder für die steuerbefreite steuersubventionierte geldprofiterhoffte gratisumweltverseuchende energiefressende klimaerwärmende Verseuchungsindustrie! ... soooo wichtig ist die Gesundheit der Steuerzahler, dass sie beim überteuerten Styroporhäuslebau u der landesweiten Industrieverseuchung ganz vergessen u unter Bauschutt begraben wird !!! ... u den Sondermüll der verschimmelten Styroporbauten überlassen wir der kommenden Generation! ...

  • Arthur am 25.10.2020 11:02 Report Diesen Beitrag melden

    Da gid mol op Wolz kuken,do as no 30 Joer Industriebraach nach keen Haus gebaut gin. Just Maketten gin zesummen gepecht an bewonnert.