In Luxemburg

26. Februar 2020 08:15; Akt: 26.02.2020 08:18 Print

«Integration kann nicht angeordnet werden»

LUXEMBURG – Bei der Integration von Einwanderern in die Gesellschaft des Großherzogtums kommt den Vereinen eine Schlüsselrolle zu.

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Bei der gesellschaftlichen Integration von Einwanderern kommt den Luxemburger Vereinen eine wichtige Rolle zu. (Bild: Editpress)

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Luxemburg erlebt durch seinen wirtschaftlichen Aufschwung derzeit ein rasantes Bevölkerungswachstum. Jedes Jahr wird das Großherzogtum um etwa 12.000 Menschen größer. Dieses Wachstum bringt nicht nur ökologische und infrastrukturelle Herausforderungen mit sich. Es stellt auch die Gesellschaft vor die schwierige Aufgabe, die neu dazugekommenen Menschen zu integrieren.

«Das Gesetz schreibt vor, dass die Kommunen eine beratende Integrationskommission haben müssen», beschreibt Émile Eischer die Anforderungen an die Gemeinden. Eischer ist stellvertretender Bürgermeister von Clerf und Präsident des Verbands der Gemeinden Syvicol («Syndicat des villes et communes luxembourgeoises»). In der Kommission müssen auch die Einwanderer vertreten sein, «damit ihre Vorstellung von einer erfolgreichen Integration berücksichtigt werden können», erklärt Eischer weiter.

« Integration verlangt eine gemeinsam Anstrengung »

Die Kommunen wissen, wie wichtig die Kommissionen sind, die zahlreiche Veranstaltungen organisieren, um die Menschen zusammenzubringen. Vereine und Bürgerinitiativen seien aber für die erfolgreiche Integration mindestens genauso wichtig. Das betonen die Bürgermeister von Weiler zum Turm und Fischbach. Vincent Reding (Weiler) und Fränk Daems (Fischbach) leiten die beiden Gemeinden, die in den letzten Jahren besonders stark gewachsen sind.

«Integration kann nicht von oben herab durch den Gemeinderat angeordnet werden. Sie verlangt eine gemeinsame Anstrengung von Luxemburgern und Einwanderern. Vereine und Organisationen sind hier eine wichtige Stütze.», sagt Daems.

(Maurice Magar/L'essentiel)

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