In Luxemburg

26. Januar 2018 08:56; Akt: 26.01.2018 09:21 Print

«Integration von Flüchtlingen muss verbessert werden»

LUXEMBURG – Franco Avena steht dem Nationalen Ausländerrat (CNE) in den kommenden fünf Jahren als Präsident vor. Er will dem Rat in seiner Amtszeit neue Impulse geben.

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Claire Geier-Courquin, Vizepräsidentin des CNE zusammen mit Franco Avena.

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Franco Avena will dem Nationalen Ausländerrat in seiner Amtszeit neue Impulse geben. Im Interview mit L’essentiel spricht er über die Aufgaben des CNE und gibt einen Einblick in seine Pläne für die kommenden fünf Jahre.

L'essentiel: Der CNE existiert seit 25 Jahren im Großherzogtum. Was ist seine Aufgabe?

Franco Avena:Er ist ein beratendes Gremium mit 68 Mitgliedern aus ausländischen Gemeinschaften, Arbeitgebern und aus der Zivilgesellschaft. Sein Ziel ist es den gesetzlichen Rahmen für Ausländer zu verbessern. Außerdem kann er Empfehlungen an die Regierung aussprechen.

Was wollen sie in ihrer Amtszeit ändern?

Ich wünsche mir die Schaffung neuer, hochgradig fokussierter Arbeitsausschüsse für Angelegenheiten mit hoher Priorität. Der Nationale Ausländerrat hat vor kurzem eine Krise durchlebt, die ihn, wie ich glaube, lahmgelegt hat. Am Ende hatte er nur zwölf Mitglieder bei Tagungen. Ich möchte die Talente aller Freiwilligen einsetzen. Der Wille für einen Neuanfang bei den Mitgliedern ist da.

Wie sehen die Prioritäten des Rates konkret aus?

Insbesondere Luxemburg ist mit einem massiven Zustrom von Flüchtlingen konfrontiert. Hunderte Fälle gilt es zu bewältigen. Der CNE muss ergänzend zum Luxembuger Integrationsbüro und der Zivilgesellschaft arbeiten. Die Aufnahme und Integration von Flüchtlingen und generell von ausländischen Gemeinschaften ist von wesentlicher Bedeutung. Dort herrscht Verbesserungsbedarf.

Was bedeutet die Aufgabe des Rates für Sie persönlich?

Ich war von 2007 bis 2011 Vizepräsident des CNE und bin seit 2015 Berichterstatter des Nationalen Aktionsplans für Integration. Die Rolle des CNE ist wirklich wichtig. In meiner Amtszeit soll er noch einflussreicher werden. Ich habe auch den Vorsitz von Ausländerorganisationen geführt, bin Einwanderungsberater und selbst italienischer Abstammung.

(NC/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Saupreis am 26.01.2018 10:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Dann hätte ich mal einen guten Vorschlag. JEDER Flüchtling MUSS 1 Jahr lang erstmal von morgens bis Abends täglich zur Schule, um die Sprache zu lernen. wie sollen sich Flüchtlinge integrieren, wenn sie die Sprache nicht beherrschen. Dann bleiben sie lieber untereinander. Das ist nur keine Integration

  • jimbo am 26.01.2018 12:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    dLand guet et jo mol net färdeg bruecht, dei portuguisesch Communotéit anstänneg ze integréieren.....

Die neusten Leser-Kommentare

  • jimbo am 26.01.2018 12:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    dLand guet et jo mol net färdeg bruecht, dei portuguisesch Communotéit anstänneg ze integréieren.....

  • Saupreis am 26.01.2018 10:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Dann hätte ich mal einen guten Vorschlag. JEDER Flüchtling MUSS 1 Jahr lang erstmal von morgens bis Abends täglich zur Schule, um die Sprache zu lernen. wie sollen sich Flüchtlinge integrieren, wenn sie die Sprache nicht beherrschen. Dann bleiben sie lieber untereinander. Das ist nur keine Integration