Jean Asselborn

24. Juli 2019 10:12; Akt: 24.07.2019 15:11 Print

«Israels Hausabrisse müssen aufhören»

LUXEMBURG – Außenminister Jean Asselborn hat die Zerstörung palästinensischer Häuser in Ost-Jerusalem durch Israel scharf verurteilt.

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Die israelische Armee beim Abriss eines palästinensischen Hauses in Ost-Jerusalem. (Bild: AFP/Ahmad Gharabli)

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Die Zerstörung palästinensischer Häuser durch israelische Streitkräfte, die vom jüdischen Staat als illegal eingestuft werden, hat für Aufregung in der internationalen Gemeinschaft gesorgt und zu Verurteilungen durch die Europäische Union geführt. Jean Asselborn teilte seinen Unmut darüber unmissverständlich mit.

Der luxemburgische Außenminister, der nach wie vor besorgt über die Lage im Nahen Osten ist, erinnert daran, dass «der Abriss der palästinensischen Infrastruktur und des Wohnraums im Westjordanland, im besetzten palästinensischen Gebiet, gegen das Völkerrecht verstößt».

«Diese Zerstörungen müssen aufhören, ebenso wie die Siedlungspolitik Israels.» Seiner Ansicht nach untergraben diese Zerstörungen in Ost-Jerusalem «direkt die Zwei-Staaten-Lösung und einen gerechten und dauerhaften Frieden», weil sie «zum ersten Mal in Gebieten unter der Gerichtsbarkeit der Palästinensischen Autonomiebehörde stattfinden», schloss der Minister.

30 Tage Zeit, um das Gelände zu evakuieren

Israel gab am Dienstag bekannt, dass es 12 palästinensische Gebäude abgerissen hatte. Die Häuser standen südlich von Jerusalem in der Nähe der Trennmauer, die die Heilige Stadt vom besetzten Westjordanland isoliert.

Am 18. Juni informierten die israelischen Behörden einige Bewohner des Stadtteils Sour Baher über ihre Absicht, ihre Häuser abzureißen, so dass sie 30 Tage Zeit hatten, das Gebiet zu evakuieren.

Seit 1967 besetzt Israel das Westjordanland und Ostjerusalem, das später annektiert wurde. Diese Entscheidung wurde von der internationalen Gemeinschaft nie anerkannt.

(th/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Robbes am 24.07.2019 12:25 Report Diesen Beitrag melden

    Hätte Syrien, der Iran, Irak oder Libyen sowas getan, gäbe es jetzt Sanktionen. Im Falle Israel läßt man es bei Worten, über die Netanjahu nur lächelt.

  • Nico am 24.07.2019 13:50 Report Diesen Beitrag melden

    tja. man sollte immer überlegen wen man nicht anzweifeln darf. es immer die, die in Wahrheit herrschen. Das passiert jetzt wieder so lange, bis die Juden wieder in Zügen rumgefahren warden. Bravo neue Menschheit. ihr habt aus der Geschichte einen Scheiss gelernt.

  • Phil am 28.07.2019 10:16 Report Diesen Beitrag melden

    1967 hun d'Ägypter, Jordanier an Syrer opgrüsst an stungen bis un d'Zänn bewaffnet op där deemoleger Grenz.... et war imminent, dass sie géifen Israel iwwerfalen. Déi hun konsequenterweis doropper reagéiert an an engem Präventivschlag de Feind zereckgedreckt an déi Gebieter annektéiert. Sie hun sech nemmen verteidegt... wat ass dorunner falsch oder schlecht?

Die neusten Leser-Kommentare

  • Phil am 28.07.2019 10:16 Report Diesen Beitrag melden

    1967 hun d'Ägypter, Jordanier an Syrer opgrüsst an stungen bis un d'Zänn bewaffnet op där deemoleger Grenz.... et war imminent, dass sie géifen Israel iwwerfalen. Déi hun konsequenterweis doropper reagéiert an an engem Präventivschlag de Feind zereckgedreckt an déi Gebieter annektéiert. Sie hun sech nemmen verteidegt... wat ass dorunner falsch oder schlecht?

  • Paul K. am 25.07.2019 07:00 Report Diesen Beitrag melden

    Israel geniesst viel zu oft einfach Narrenfreiheit, weil der Staat es geschafft hat, sich gute Freunde in der Welt zu schaffen, die nicht den Mumm haben, etwas dagegen zu unternehmen. Boykotts und Sanktionen würden wahrscheinlich aber auch wenig nützen, da die Israelis sich selbst immer im Recht sehen werden, egal was sie tun.

  • sputnik am 24.07.2019 19:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Herr Asselborn taktiert und schmeichelt mit den Medien, entweder in Talkshows oder der geschriebenen presse, aber umsetzten gleich null. So gehts auch um nicht in Vergessenheit zu geraten.

    • Phil am 28.07.2019 10:25 Report Diesen Beitrag melden

      Allez, Här Asselborn, setzt iech op ären Velo an fuert wéi vun iech selwer lang an breet kolportéiert, queesch duerch d'France op den Mt. Ventoux erop. Déizäit hutt dier keen Otem a kee Spaut, an verschount ons mat ären Spréch!

    einklappen einklappen
  • dusninja am 24.07.2019 14:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Netanjahu lächelt nicht mal, den interessiert das nicht. Er lacht höchstens.

  • Nico am 24.07.2019 13:50 Report Diesen Beitrag melden

    tja. man sollte immer überlegen wen man nicht anzweifeln darf. es immer die, die in Wahrheit herrschen. Das passiert jetzt wieder so lange, bis die Juden wieder in Zügen rumgefahren warden. Bravo neue Menschheit. ihr habt aus der Geschichte einen Scheiss gelernt.