In Luxemburg

19. November 2019 14:49; Akt: 19.11.2019 14:49 Print

Jeder kann lernen, wie man ein Budget verwaltet

LUXEMBURG – Am Dienstag wurden neue Maßnahmen vorgestellt, um einerseits der Verschuldung vorzubeugen, andererseits Menschen dabei zu helfen, ihr Budget zu verwalten.

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Ein Fernseh-, Musik- und Smartphone-Abonnement. Dazu noch ein Auto-, Haus-, und Einkaufskredit... Ohne es zu merken, kann das monatliche Budget bereits am 15. des Monats aufgebraucht, sogar überschritten sein. Eine Situation, in der sich jeder befinden kann. Auch in Luxemburg besteht ein Verschuldungsrisiko.

Dennoch besteht für jeden die Möglichkeit zu lernen, wie man die eigenen Finanzen verwaltet und sich über Finanz- und Anlageprodukten schlau zu machen. Finanzwissen sei für Finanzminister Pierre Gramegna unerlässlich, um «bei der Eröffnung eines Bankkontos oder bei einem Kauf, eine verantwortungsvolle persönliche Entscheidung treffen zu können». «Haben die Verbraucher einen klaren Überblick über ihre Einnahmen und Ausgaben, so ist das Risiko finanzieller Schwierigkeiten verringert», sagt Claude Marx, Direktor der Luxemburger Finanzaufsicht CSSF. Allgemein ist der Verbraucher immer noch zu oft auf sich selbst angewiesen, wenn es darum geht finanzielle Entscheidungen zu treffen.

«Neue und besser angepasste Maßnahmen»

Die finanzielle Ausbildung der Einwohner ist mehr als nur ein individuelles Thema. Sie ist eine nationale Strategie, eine gesellschaftliche Herausforderung. Daher die Anwesenheit von Finanzminister Pierre Gramegna und dem Bildungsminister Claude Meisch, die am heutigen Dienstag bei der CSSF neue präventive Maßnahmen vorstellten. Dabei handelt es sich um zwei kostenlose Apps «Letzfin Budget» und «Letzfin Pocket Money» (für Jugendliche). Beide können bereits auf dem Smartphone heruntergeladen werden. Ihr Ziel: Menschen auf spielerische und interaktive Weise bei der Budgetverwaltung unterstützen. «Die Apps zielen ab auf alle Schüler ab dem Alter von zehn Jahren, Erwachsene, aber auch Senioren. Eine Broschüre reicht nicht mehr aus, neue und besser angepasste Maßnahmen waren erforderlich», so Marx.

Neben den zwei Apps wurden ebenfalls eine mehrsprachige Webseite «letzfin.lu» und ein von Studenten der Luxembourg Tech School entwickeltes interaktives Spiel ins Leben gerufen. Das Spiel, das in den sozialen Netzwerken zugänglich ist, schildert den Alltag eines Erwachsenen – von der Arbeitssuche bis hin zu verschiedenen Lebensentscheidungen. Da jeder ein «Wirtschaftsakteur» ist, hat die Finanzausbildung ihren Platz in der umfassenden Frage des Verbraucherschutzes. Damit können nicht nur jeden Monat, sondern auch langfristig negative Folgen in jedem Haushalt vermieden werden.

(ol/L'essentiel)

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