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22. September 2020 16:52; Akt: 22.09.2020 19:11 Print

Jeder Luxemburger wirft 118 Kilo Lebensmittel weg

LUXEMBURG – Eine Studie über Lebensmittelabfälle kommt zu dem Ergebnis, dass im Großherzogtum 70.800 Tonnen Lebensmittel im Müll landen, also etwa 46,5 Millionen Euro.

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Umgerechnet landen in Luxemburg jährlich 46,5 Millionen Euro im Müll. (Bild: DPA/Arno Burgi)

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Pro Person und Jahr landen in Luxemburg 118 Kilo Lebensmittel im Müll. Dies geht aus der von der Umweltverwaltung veröffentlichten Studie «Aufkommen, Behandlung und Vermeidung von Lebensmittelabfällen über Lebensmittelabfälle im Groẞherzogtum» hervor.

Um zu verstehen, welche Lebensmittel wo genau im Abfall landen, wurde die Studie in vier Herkunftsbereiche aufgeteilt: Privathaushalte, Handel, Großküchen und Gastronomie. Die Ergebnisse liefern Ansatzpunkte, um der Lebensmittelverschwendung in all diesen Bereichen entgegenzuwirken. Grundsätzlich sei bei den Lebensmittelabfällen zwischen vermeidbaren Abfällen (Essensreste, lose und verpackte Lebensmittel) und nicht vermeidbaren Abfällen (Schalen oder Knochen) zu unterscheiden.

70.800 Tonnen Lebensmittel landen im Müll

Das Aufkommen und die Zusammensetzung an Lebensmittelabfall in Luxemburg wurde nach Angaben der Umweltverwaltung aus verschiedenen Quellen zusammengefasst, etwa den Daten aus verschiedenen Abfallstatistiken, den Ergebnissen einer Befragung ausgewählter Unternehmen oder den Resultaten der landesweiten Restabfallanalyse 2018/2019.

Dabei wurde eine Gesamtmenge von 70.800 Tonnen Lebensmitteln errechnet, die jedes Jahr von Gastronomie, Handel, Großküchen und Privathaushalten entsorgt werden. Das sind rund 118 Kilo pro Einwohner und Jahr. Zwar sei das Gesamtvolumen an Lebensmitteln im Restmüll seit 2016 durch die steigende Bevölkerungszahl leicht angestiegen (+4,8 Prozent), das Pro-Kopf-Aufkommen jedoch sei demnach gesunken (-3,8 Prozent).

Lebensmittel im Wert von 46,5 Millionen Euro

Der Großteil der Lebensmittelabfälle entstehe in Privathaushalten: In Luxemburg werden pro Jahr 53.270 Tonnen Lebensmittel über Restmüll, Biotonne und Kompost entsorgt. Das sind etwa 75 Prozent der gesamten Lebensmittelabfälle. Jeder der 602.000 Einwohner Luxemburgs produziert somit im Schnitt 88,5 Kilo Lebensmittelabfälle im Jahr (Stand: 2018), wovon etwa 23,5 Kilo pro Kopf (14.200 Tonnen) vermeidbar gewesen wären. Der Rest der Lebensmittelabfälle verteilen sich auf die Bereiche Gastronomie (5250 Tonnen im Jahr), Großküchen (7100 Tonnen pro Jahr), Handel (5150 Tonnen jährlich)

Außerdem ist der vermeidbare Anteil der Lebensmittelabfälle im Restmüll um rund 37 Prozent zurückgegangen. Gründe hierfür vermutet die Umweltverwaltung in einer gesteigerten Sensibilität und veränderten Gewohnheiten, wie etwa das Kompostieren oder Trennen von Biomüll.

Die 2019 durchgeführte Restabfallstudie hat gezeigt, dass sich ein hoher Anteil an Lebensmitteln (bis zu 30 Prozent) im Restmüll befinden. Monetär werden die über den Restmüll entsorgten vermeidbaren Lebensmittelabfälle auf 75,50 Euro pro Einwohner und Jahr geschätzt, also 46,5 Millionen Euro pro Jahr für ganz Luxemburg.

(aub/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Ech am 22.09.2020 20:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nicht jeder! Ech hun sou weinech z'iessen dass ech néitscht hätt vir ewäsch zeh geheie!

  • Selbstversorgung bringt keine Steuern! am 29.09.2020 07:26 Report Diesen Beitrag melden

    solche prozentualen Verallgemeinerungen sind verlogen u ungerechtfertigt,da sie alle u jeden beschuldigend in einen Kochtopf schmeissen, sind dadurch aussagelos u entbehren jeder Wahrheit!Sagt doch einfach nur, wieviel im Allgemeinen weggeschmissen wird, anstatt jeden zu beschuldigen! o geht es darum, dass jeder sich schuldig fühlen soll u die Politicker ihre Unfähigkeit u Ungeschicklichkeit zu handeln auf die Steuerzahler projezieren u wollen, dass jeder in einem Kaninchenstall weggesperrt ohne Garten alles plastikverpackt im Supermarkt einkauft u Plastiktüte, Fischgräten u Eischale mitisst?!

  • jimbo am 22.09.2020 20:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Firwat gett dann net mol an de Supermarchéen dIesssachen gespendt? Gin vill Betriber wou dat einfach wechgeheien. Caritas, RoutKräiz, Stëmm vun der Strooss etc. keinten dat fach bestemmt asammele goen an un dei richteg Leit verdeelen...

Die neusten Leser-Kommentare

  • Robo Coop am 01.10.2020 08:26 Report Diesen Beitrag melden

    Prozentualrechnungen sind dazu da, um jeden über einen Leist zu ziehen u so alle miteinander zu beschuldigen ...

  • wie was wo wohin werfe ich richtig weg?! am 29.09.2020 08:04 Report Diesen Beitrag melden

    auch Bäume schmeissen ihre Blätter u ihr Obst auf den Boden ... der Unterschied zum Menschen ist nur der, dass die Bäume jedem ihre Produkte zur Verfügung stellen, der sich bücken will u wenn keiner es aufhebt, düngt der 'Abfall' den Boden ... wogegen wir Menschen alles so wegschmeissen, dass keiner was davon abkriegt u wenn, dann heisst es 'die klauen'! ... dabei gibt die Erde, die wir dabei sind vollkommen zu zerstören u die wir mit unserm weggeworfenen Plastikverpackungsmüll einhüllen u dadurch andere Lebewesen umbringen, alles gratis ab. Sogar die intelligen Affen werfen was ab für andere!

  • Selbstversorgung bringt keine Steuern! am 29.09.2020 07:26 Report Diesen Beitrag melden

    solche prozentualen Verallgemeinerungen sind verlogen u ungerechtfertigt,da sie alle u jeden beschuldigend in einen Kochtopf schmeissen, sind dadurch aussagelos u entbehren jeder Wahrheit!Sagt doch einfach nur, wieviel im Allgemeinen weggeschmissen wird, anstatt jeden zu beschuldigen! o geht es darum, dass jeder sich schuldig fühlen soll u die Politicker ihre Unfähigkeit u Ungeschicklichkeit zu handeln auf die Steuerzahler projezieren u wollen, dass jeder in einem Kaninchenstall weggesperrt ohne Garten alles plastikverpackt im Supermarkt einkauft u Plastiktüte, Fischgräten u Eischale mitisst?!

  • immer auf die Kleinen am 29.09.2020 07:04 Report Diesen Beitrag melden

    die ungebremst produzierten u massiv weggeschmissenen Plastikverpackungen verseuchen mehr als weggeworfenes Essen, das in die Kreislaufwirtschaft eingeführt von kleinen Futterverwertern verspeist u recycled wird ... u wie viel Essen wird schon weggeworfen, das es nicht mal bis in die Regale schafft? immer wieder diese Verunglimpfungen für jedermann, damit jeder sich schuldig fühlen soll u die Verseuchungsproduzenten sich in Unschuld wälzen können u weiterhin unsanktioniert Verseuchungsmüll produzieren können, denn beschuldigt u sanktioniert wird immer nur der betrogene u belogene Steuerzahler!

  • jimbo am 23.09.2020 17:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    @Ech wann ech näischt z‘iessen hun, geif ech mer Gedanke machen, ob ech Internet muss hunn vir hei Kommentarer ofzeginn...