Luxemburg

10. August 2020 07:02; Akt: 10.08.2020 07:08 Print

Jeff kämpft sich nach einem Unfall zurück ins Leben

LUXEMBURG – Vor fünf Jahren hatte der heute 40-jährige Familienvater einen schweren Motorradunfall, der sein Leben für immer verändert hat.

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Fünf Jahre nach dem Unfall kämpft Jeff immer noch mit den Folgen. (Bild: Pexels/Illustration)

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Der 24. April 2015 ist der Tag, der Jeffs Leben für immer verändert hat. Das Datum ist eine der wenigen Erinnerung, die ihm von dem Unfall geblieben ist. Am Vorabend eines Frühlingswochenendes ist er wie so oft mit seinem Motorrad auf der Straße unterwegs. Als er die CR 348 zwischen Goebelsmühle und Bourscheid entlang fährt, biegt plötzlich ein Auto auf die Straße ein. Das Motorrad übersieht die Person im Auto und kracht frontal in die Maschine. Für Jeff ist der Tag wie ein schwarzes Loch, selbst fünf Jahre nach dem Unfall. Den Unfallhergang kennt der ehemalige Versicherungsvertreter nur aus Erzählungen seiner Familie. Das Trauma sitz so tief, dass es jede eigene Erinnerung an den Tag verdrängt.

Seine Schutzausrüstung, ein Anzug und sein Helm können nicht verhindern, dass der Luxemburger bei dem Unfall mehrere Brüche und ein Schädeltrauma erleidet. Das Trauma führt zu einer teilweisen Lähmung seines Körpers direkt nach dem Unfall. Die Ärzte versetzen ihn noch auf dem Weg ins Centre hospitalier de Luxembourg in ein künstliches Koma. Insgesamt liegt Jeff einen Monat im Koma.

Viele Dinge muss er neu lernen

Für den Vater von zwei Kindern, damals 5 und 7 Jahre alt, beginnt dann ein harter Kampf. Alles muss er neu lernen; das Laufen und auch das Essen. «Vor dem Unfall ging es mir besser, das ist sicher, aber jeden Tag fühle ich mich ein wenig besser. Ich frage mich, wann ich wieder vollständig genesen werde», sagt der 40-Jährige, der immer noch von seinem Unfall traumatisiert ist. Nach Aussage seiner Ärzte sollen seine Erinnerungen zurückkehren. «Aber wann? Das kann niemand sagen», schildert Jeff.

Die Folgen des Unfalls bestimmen noch heute seinen Alltag. Da ist diese ständige Müdigkeit, er könne überall einschlafen, schildert Jeff. Außerdem habe er manchmal Schwierigkeiten, sich an Kleinigkeiten, wie die letzte Mahlzeit zu erinnern. Was ihn tröstet, ist die Gewissheit, dem Tod noch mal von der Schippe gesprungen zu sein. Deshalb versucht er nach Vorne zu schauen: «Ich kann wieder gehen, ohne Krücken und ohne Rollstuhl. Das ist sehr gut.» Ein neues Hobby hat er auch gefunden: Der 40-Jährige hält sich mit einem elektrischen Dreirad fit, während er hofft, eines Tages wieder auf ein Motorrad steigen zu können.

(mm/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Yves Boden am 10.08.2020 20:51 Report Diesen Beitrag melden

    "Einfach Kopf hoch, viel Courage" wird allein wahrscheinlich nicht genügen. Ich würde einen erfahrenen Hypnose-Therapeuten empfehlen, der Timeline/Regressionstherapie perfekt beherrscht. Danach noch eine Traumatherapie, um auch die letzten Blockaden und "Anhaftungen" zu lösen. Ich bin gerne bereit, bei der Suche nach einem geeigneten Therapeuten zu helfen: yboden((at))gmail.com

  • Marianne Thill am 10.08.2020 07:46 Report Diesen Beitrag melden

    M.T. Einfach Kopf hoch viel Courage und den Mut weiterzumachen dann wird es auch wieder mit dem Motorradfahren was werden.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Yves Boden am 10.08.2020 20:51 Report Diesen Beitrag melden

    "Einfach Kopf hoch, viel Courage" wird allein wahrscheinlich nicht genügen. Ich würde einen erfahrenen Hypnose-Therapeuten empfehlen, der Timeline/Regressionstherapie perfekt beherrscht. Danach noch eine Traumatherapie, um auch die letzten Blockaden und "Anhaftungen" zu lösen. Ich bin gerne bereit, bei der Suche nach einem geeigneten Therapeuten zu helfen: yboden((at))gmail.com

  • Marianne Thill am 10.08.2020 07:46 Report Diesen Beitrag melden

    M.T. Einfach Kopf hoch viel Courage und den Mut weiterzumachen dann wird es auch wieder mit dem Motorradfahren was werden.