Ermittlungsmethoden

12. August 2019 09:34; Akt: 12.08.2019 09:34 Print

Justiz zapft noch keine Sprachassistenten an

LUXEMBURG – Die Behörden im Großherzogtum haben Alexa, Siri und den Google Assistant noch nie im Rahmen einer polizeilichen Überwachung angezapft.

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Die Police Grand-Ducale hört bisher noch nicht bei Siri mit.

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Die Sprachassistenztechnologie wurde bei polizeilichen Untersuchungen in Luxemburg noch nicht angezapft. Die Daten, die die Nutzer von Alexa (Amazon), dem Google Assistant und Siri (Apple) anvertrauen, wurden noch nie von der Police Grand-Ducale oder der Justiz überwacht, versicherten Minister François Bausch (Déi Gréng) und sein Kollege Félix Braz (Déi Gréng) am Montag auf eine Frage des Abgeordneten Sven Clément (Pirates).

Insgesamt werden jedes Jahr etwa 300 Überwachungsmaßnahmen nach den Rechtsvorschriften angeordnet. Dabei handelt es sich um traditionelle Verfahren wie das Abhören von Telefongesprächen und das Überprüfen von Konten oder Daten, die auf Internet-Servern gespeichert sind.

Um eine solche Überwachung zu rechtfertigen, müssen die vermuteten Taten «von besonderer Schwere sein und mit einer strafrechtlichen Sanktion verbunden sein, deren Höchstmaß gleich oder größer als zwei Jahre Freiheitsstrafe ist». Auch Verbrechen und Straftaten gegen die Staatssicherheit sind betroffen, ebenso wie Fälle im Zusammenhang mit dem Terrorismus.

(jg/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • svendorca am 12.08.2019 10:22 Report Diesen Beitrag melden

    froen mesch just opp Police sech traut déi vum Krautmaart unzezaapen...

  • InspectorGadget am 12.08.2019 11:33 Report Diesen Beitrag melden

    "Um eine solche Überwachung zu rechtfertigen, müssen die vermuteten Taten «von besonderer Schwere sein und mit einer strafrechtlichen Sanktion verbunden sein, deren Höchstmaß gleich oder größer als zwei Jahre Freiheitsstrafe ist». Und deshalb wollten wir den geheimen Strafregister unbedingt beibehalten, da brauch man keine solche Rechtfertigungen. Lol!

Die neusten Leser-Kommentare

  • InspectorGadget am 12.08.2019 11:33 Report Diesen Beitrag melden

    "Um eine solche Überwachung zu rechtfertigen, müssen die vermuteten Taten «von besonderer Schwere sein und mit einer strafrechtlichen Sanktion verbunden sein, deren Höchstmaß gleich oder größer als zwei Jahre Freiheitsstrafe ist». Und deshalb wollten wir den geheimen Strafregister unbedingt beibehalten, da brauch man keine solche Rechtfertigungen. Lol!

  • svendorca am 12.08.2019 10:22 Report Diesen Beitrag melden

    froen mesch just opp Police sech traut déi vum Krautmaart unzezaapen...