Mobiler Verkäufer

02. Februar 2018 09:29; Akt: 02.02.2018 09:37 Print

«Kaffee-​​Radler» klagt über hohe Standgebühren

STADT LUXEMBURG – Der Betreiber des «Coffee Bike» und die Stadt Luxemburg liegen erneut im Clinch. Es geht um eine Rechnung von knapp 3800 Euro.

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Das «Coffee-Bike» steht derzeit still. (Archivbild: Editpress/Didier Sylvestre)

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Claude Nilles hat wieder Ärger mit der Stadt Luxemburg. Der Betreiber des «Coffee Bike» darf seine heißen Waren laut eigenen Angaben nicht mehr in der Hauptstadt anbieten. Der Grund: Das Rathaus fordert von dem Jungunternehmer in einem Schreiben 3752,18 Euro Standmiete, weil er zwischen August und Dezember 2017 als mobiler Kaffee- und Snackverkäufer im Stadtgebiet tätig war. Nilles sagt jedoch, es habe sich dabei um eine kostenlose «Testphase» gehandelt.

Der Kaffee-Radler und seine drei Mitarbeiter müssen nun vorerst in der Garage bleiben. «Mein Betrieb steht still», klagt Nilles im Gespräch mit L'essentiel. «Sie können sich vorstellen, was das für mich bedeutet. Die Stadt ist mein Hauptgebiet und ich habe Fixkosten zu bezahlen. 3750 Euro sind für mich viel Geld. Ich verkaufe schließlich Kaffee.»

«Geschäftswelt wird geschwächt»

Der Jungunternehmer hat das Gefühl, dass ihn die Stadt schikaniert. Nilles will sich nun mit seinem Anwalt über die weitere Vorgehensweise beraten. Er sei der Meinung, dass er als ambulanter Verkäufer kein Standgeld bezahlen müsse. «Im Gegensatz zu einem Food Truck kann ich einen Verkaufsplatz jederzeit schnell verlassen.»

Die Stadt Luxemburg wiederum spricht von einer «inakzeptablen Situation»: Der Betreiber des «Coffee Bike» habe keine Genehmigung besessen und noch nie Standgebühren für seine Geschäftstätigkeit bezahlt. Auf Nachfrage von L'essentiel lässt das Büro der Bürgermeisterin mitteilen, dass die Stadt um eine einvernehmliche Lösung bemüht sei. Man wolle diese Diskussion jedoch nicht öffentlich, sondern «in direktem Kontakt mit dem Antragsteller» führen. «Die Stadt Luxemburg wird ein gemeinsames Treffen mit Herrn Nilles festlegen und dort die verschiedenen Punkte der Akte besprechen.» Der Termin soll am 22. Februar stattfinden.

(Jörg Tschürtz/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Kreckelneckel am 02.02.2018 10:43 Report Diesen Beitrag melden

    Do ass menger Meenung irgenteen aneren Betrib an der Staat deen och Kaffi verkeeft, deen gutt relatiounen zur Gemeng huet. Ass traureg dat et sou eppes hei am Land gëtt.

  • Daweb am 02.02.2018 13:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Tjo wen gudd schmiert den gudd fiert...

  • DerDeutsche am 03.02.2018 20:36 Report Diesen Beitrag melden

    Unangemeldet und kostenfrei Geschäfte zu betreiben ist immer schwierig. Es ist logisch, dass die Stadt eine Miete verlangt. Eine Testphase für Gewerbetreibende kennt eine Verwaltung nicht. Für mich stellt sich die Frage, was ist ein angemessener "Mietzins", so dass der Coffee-Bike noch davon vernünftig leben kann?

Die neusten Leser-Kommentare

  • DerDeutsche am 03.02.2018 20:36 Report Diesen Beitrag melden

    Unangemeldet und kostenfrei Geschäfte zu betreiben ist immer schwierig. Es ist logisch, dass die Stadt eine Miete verlangt. Eine Testphase für Gewerbetreibende kennt eine Verwaltung nicht. Für mich stellt sich die Frage, was ist ein angemessener "Mietzins", so dass der Coffee-Bike noch davon vernünftig leben kann?

  • Pascal am 02.02.2018 21:38 Report Diesen Beitrag melden

    3750 Euro für 5 Monate Kaffee verkaufen ist schon extrem. Die Stad Luxembourg welche sich "Multiplicity" auf die Fahne schreibt sollte creativen Ideen eine Chance geben und ihre Standgebühren den Einnahmen entsprechend anpassen. Vielleicht muss ein Strassenmusiker in der Stadt bald auch Standgeld bezahlen um spielen und singen zu dürfen.

  • Geisens am 02.02.2018 16:30 Report Diesen Beitrag melden

    Bezuelen Taxi an Bussen och Standmiete?An Kanner op der Spillplaaz bezuelen Sandmiete.Waat eng Erfindung,datt emmer alles eppes kascht uni irgend eng Gegenleschtung.

  • Cacahuète am 02.02.2018 15:57 Report Diesen Beitrag melden

    Wisou soll hien naischt bezuelen an trotzdem gudd verkafen, an food trucks oder normal Geschäfter mussen deieren Loyer bezuelen.... Menger Meenung huet d'Gemeng awer hei Recht!

    • Pierre am 02.02.2018 19:55 Report Diesen Beitrag melden

      Den Mann muss mol iwer 1500 Kaffien verkafen fir op 3800€ ze kommen. Dann huet en nach keen Kaffi akaft. Dei Heescherten an der Staadt missten och Standgeld bezuelen.

    einklappen einklappen
  • dusninja am 02.02.2018 15:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Och der Ärmste... wieviel Kohle hat er denn gemacht? Im Wahn der trumppschen Steuerreduktion?