Sicherheit im ÖPNV

30. Oktober 2019 07:02; Akt: 30.10.2019 07:07 Print

Kameras gegen sexuelle Belästigung in Zügen

LUXEMBURG – Sexuelle Belästigung am Bahnhof und im Zug ist auch bei den CFL ein bekanntes Problem. Daher setzt die Bahngesellschaft immer mehr auf den Einsatz von Videoüberwachung.

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Im Jahr 2019 wurden bei der CFL bisher acht Fälle von sexueller Belästigung von Fahrgästen und CFL-Personal gemeldet. (Bild: Editpress)

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Das Phänomen ist nicht neu und betrifft zahlreiche, besonders hochfrequentierte Zugstrecken. Sexuelle Belästigungen im Zug kommen immer wieder vor. Am vergangenem Mittwoch wurde ein Frau, die auf der Strecke zwischen Luxemburg und Metz mit der Bahn unterwegs war, Opfer eines «Frotteurs».

Bei den CFL wurden im Jahr 2019 bisher sechs Fälle sexueller Belästigung von Fahrgästen und zwei von CFL-Personalmitgliedern gemeldet, wie die Bahngesellschaft gegenüber L'essentiel berichtet. Dabei handelt es sich jedoch nur um die Fälle, die gemeldet wurden. Denn viele Opfer trauen sich nicht, über ihre traumatischen Erfahrungen zu berichten.

«Fahrgäste werden gebeten, jeden Fall von Belästigung unverzüglich dem CFL-Personal zu melden, das bei Bedarf jederzeit zur Verfügung steht», so die CFL.

«Täter abschrecken oder identifizieren und das Sicherheitsgefühl der Kunden stärken»

Bei den CFL wird das Problem sehr ernst genommen. Konkret erfordert der Kampf gegen diese Art von Verhalten die Identifizierung des Täters. Neben der erhöhten Präsenz von Sicherheitspersonal ist der Einsatz von Überwachungskameras der effektivste Weg, derartige Taten zu bekämpfen und zu verhindern.

2018 betrug die Zahl der Überwachungskameras in den CFL-Zügen 1239 gegenüber 424 an insgesamt 27 Haltestellen und Bahnhöfen. Auch die gesamte Busflotte wurde mit Überwachungskameras ausgestattet. «Der Zweck der Videoüberwachung ist es, Täter abzuschrecken oder sie zu identifizieren und das subjektive Sicherheitsgefühl der Kunden zu stärken», so die CFL. Dennoch lässt sich eine Tat nie völlig vermeiden.

CFL-Mitarbeiter werden außerdem speziell ausgebildet, indem sie an Selbstverteidigungskursen teilnehmen. Dort lernen sie unter anderem, wie sie mit solchen Fällen umgehen müssen. Auf «riskanten» Strecken wird das CFL-Personal zusätzlich von Sicherheitskräften unterstützt.

(Thomas Holzer/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Amandine am 30.10.2019 09:16 Report Diesen Beitrag melden

    Und wer schaut sich die ganzen Aufnahmen an ? Haben die soviel Beamte ? Sind die vertrauenswürdig ?

  • John Doe am 30.10.2019 10:25 Report Diesen Beitrag melden

    Und wenn irgendwann der öffentliche Transport gratis ist, gibt es dann noch CFL Personal und/oder Sicherheitsleute in Zug/Bus/Tram/Bahnhof, welches dann auch sofort ansprechbar ist?

    einklappen einklappen
  • Ady am 30.10.2019 17:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Et ass d‘Police déi sou eng Obnahmen iwwerpréifft.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Ady am 30.10.2019 17:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Et ass d‘Police déi sou eng Obnahmen iwwerpréifft.

  • John Doe am 30.10.2019 10:25 Report Diesen Beitrag melden

    Und wenn irgendwann der öffentliche Transport gratis ist, gibt es dann noch CFL Personal und/oder Sicherheitsleute in Zug/Bus/Tram/Bahnhof, welches dann auch sofort ansprechbar ist?

    • Jaern am 04.11.2019 10:30 Report Diesen Beitrag melden

      Opmannst do wou et nach 1st Class Platze gin wiet mol nach secher Personal do sin

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  • Amandine am 30.10.2019 09:16 Report Diesen Beitrag melden

    Und wer schaut sich die ganzen Aufnahmen an ? Haben die soviel Beamte ? Sind die vertrauenswürdig ?

  • jako am 30.10.2019 08:53 Report Diesen Beitrag melden

    Wir leben jetzt im WILDEN WESTEN,alle drehen durch,es müssen noch mehr Ueberwachungskameras aufgestelt werden, besonders auch in den öffentlichen Verkehrbussen.

  • Lol am 30.10.2019 08:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Alles klar