Terrassen-Raucher

22. Juli 2019 12:15; Akt: 22.07.2019 12:15 Print

Kampagne wirbt für besseres Miteinander

LUXEMBURG – Eine Sensibilisierungskampagne für 65.000 Euro soll die Stimmung zwischen Rauchern und Nichtrauchern verbessern.

storybild

Carlo Thelen, Generaldirektor der Handelskammer Luxemburg, François Koepp, Generalsekretär der Horesca, Lex Delles, Minister für kleine und mittlere Unternehmen und Tourismus, Alain Rix, Präsident der Horesca werben für ein besseres Miteinander zwischen Rauchern und Nichtrauchern. (Bild: L'essentiel)

Zum Thema
Fehler gesehen?

Nach Petitionen und lebhaften Debatten in der Chamber bleibt das Rauchen auf luxemburgischne Terrassen erlaubt. Um den Konflikt zu entschärfen starten die Horesca (Fédération nationale des hoteliers, restaurateurs cafetiers), das Ministerium für Mittelstand und Tourismus und die Handelskammer eine Sensibilisierungskampagne: «Raucher und Nichtraucher: Respektiert euch». Das Projekt soll den Fokus auf gesunden Menschenverstand und friedliches Zusammenleben setzten.

«Es gibt kein Gesetz, das besagt, dass man im Bus für ältere Menschen aufstehen muss und doch tun es die Menschen. Genauso ist es mit der Terrassenzigarette. Ich glaube nicht, dass wir für alles Gesetze erlassen sollten», sagt Lex Delles, Minister für Mittelstand und Tourismus.

Respekt bedeutet zum Beispiel: «Warten, bis die Kunden am nächsten Tisch aufgegessen haben, bevor sie rauchen. Es kann auch sein, dass ein Café auf seiner Terrasse einen Raucher- und Nichtraucherbereich schafft», sagt Alain Rix, Präsident der Horesca. Nach Angaben des Verbands hat die Erhöhung der Mehrwertsteuer und das Rauchverbot in Bars und Restaurants den Sektor hart getroffen.

Die Kampagne kostete 65.000 Euro

«1985 gab es etwa 1650 Cafés und Bistros im Land. Jetzt sind es nur noch 1000», sagt François Koepp, Generalsekretär der Horesca. Das Café muss sich je nach Zielgruppe neu erfinden und es muss investiert werden. Dazu können staatliche Beihilfen genutzt werden, wie Koepp erklärt.

Die Kampagne besteht aus Aufstellern, die auf Tischen platziert werden und größeren Plakaten. Insgesamt hat sie 65.000 Euro gekostet, wovon 75 Prozent vom Ministerium finanziert wurden.

(Séverine Goffin/L'essentiel)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Passivrauchen am 22.07.2019 13:25 Report Diesen Beitrag melden

    Das Rauchverbot muss ebenso auf Terrassen gelten, die Zigarettenschwaden machen ja nicht vor dem Nachbartisch halt und so raucht man passiv mit; ein Ding der Unmöglichkeit!

    einklappen einklappen
  • Cornel am 22.07.2019 13:38 Report Diesen Beitrag melden

    Ëch sinn e vun deene béisen Netfëmmerten, sinn awer der Meenung dat op den Terassen därf weider gefëmmt ginn ! Souguer ass ëtt fir mëch ok och wa giess gëtt op der Terassen, ass jo kee geschlossene Raum an den Damp zitt jo direkt fort.

  • Mr Crabs am 22.07.2019 12:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    esou vill cafeen hun zougemaach. all dei net femmen ,bravo.deck geteint an d geet k iwerhaapt keen vun denen an d cafeen.

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • gehierlost Gestëppels sans sensibilité am 23.07.2019 07:49 Report Diesen Beitrag melden

    ... verstinn net firwat den Damp vun Zigaretten sou massiv kritiséiërt gëtt, woubei d'Autoen nach vill méih dämpen an keen regt sech iwer den Damp op, well se all dämpen! wat gëtt dat réicht, wann elo Eauto géint Diesel konkurréiëren an firwat e Staat Steiergelder muss verschwenden fir eng Campagne fir Zigaretten an Fëmmerten ze verteidëgen, verstinn ech och net, wou se firdrun vun der Regierung diaboliséiërt gi sin an mir kurz firun d'Lynchjustiz gedriwen gi sin vun den Sensibiliséirungscampagnen, sou dat et zu der zougespëtzter Situatioun komm ass, déih mir elo hun: Fëmmert géint Antifëmmert

  • DiegoGarcia am 23.07.2019 07:27 Report Diesen Beitrag melden

    Wie rührend ... jahrelang werden durch Kampagnen von Politik und Medien Nichtraucher gegen Raucher aufgehetzt. Jetzt sollen sie sich wieder vertragen und wie immer ist der Steuerzahler der Dumme!

    • deiërën Tubaak de luxe am 23.07.2019 08:16 Report Diesen Beitrag melden

      vollkommen richtëg, well déih ganz Antifëmmertenhätz ass vun der Regierung ausgang mat hieren Hätzcampagnen géint d'Fëmmerten ... eng Frechhhet vun der Regierung, déih mat Steieren bezuëlt gin ass vun den schaffenden Leit an elo muss den schaffenden all-Dagg-am dämpenden-Stau-stoënden Steierzuëler och rem fier hiert Zerëckgepaddels bezuëlen ... villeicht ass dat eng Gratisreklamm fir déih nei Zigarettefabrik, déih den fëmmenden an netfëmmenden Steierzuëler och ongefrot mat subventionéiërt huët! ... an d'Zigfilteren verseuchen weiderhin subventionéiërt déih ganz Erd an d'Waasser!

    • Erny am 23.07.2019 09:07 Report Diesen Beitrag melden

      Einziger Zweck dieser Kampagne ist es, Passivrauchern Schuldgefühle zu suggerieren, wenn sie sich trauen sollten, sich wegen der Rauchschwaden zu beschweren. Eine Kampagne ganz im Sinne der Tabakindustrie.

    einklappen einklappen
  • Erny am 22.07.2019 16:50 Report Diesen Beitrag melden

    Wer lacht denn da so breit auf dem Foto? Damit dürfte eigentlich klar sein, dass hier 65000 Euro in den Wind geschossen werden, oder? Die Zigarettenindustrie freut sich, denn solange mit solch wirkungslosen Kampagnen herumgedoktert wird, können sie die einzig wirksame und richtige Maßnahme, nämlich Rauchverbot auch auf den Terrassen, herauszögern. Die Politiker werden das nur tun, wenn der Druck von der Bevölkerung (mal wieder) wächst, also: weiterhin Petitionen in dem Sinn auf der Webpräsenz der Chamber unterzeichnen; gerade läuft wieder eine.

  • Cornel am 22.07.2019 13:38 Report Diesen Beitrag melden

    Ëch sinn e vun deene béisen Netfëmmerten, sinn awer der Meenung dat op den Terassen därf weider gefëmmt ginn ! Souguer ass ëtt fir mëch ok och wa giess gëtt op der Terassen, ass jo kee geschlossene Raum an den Damp zitt jo direkt fort.

  • Passivrauchen am 22.07.2019 13:25 Report Diesen Beitrag melden

    Das Rauchverbot muss ebenso auf Terrassen gelten, die Zigarettenschwaden machen ja nicht vor dem Nachbartisch halt und so raucht man passiv mit; ein Ding der Unmöglichkeit!

    • Muller Jemp am 22.07.2019 14:52 Report Diesen Beitrag melden

      den gesonden Meschen Verstand seet engem dat

    einklappen einklappen