In Luxemburg

26. April 2019 09:18; Akt: 26.04.2019 09:21 Print

Kampf gegen die Borkenkäfer beginnt

LUXEMBURG – Durch den heißen, trockenen Sommer 2018 konnten sich gleich mehrere Generationen der Schädlinge ausbilden. Die Saison 2019 startet schon früh. Kein gutes Omen.

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Wieviele Borkenkäfer noch in Luxemburger Wäldern verblieben sind, kann man nicht genau sagen. (Bild: DPA/Roland Weihrauch)

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Der Sommer 2018 war lang, heiß und vor allem trocken. Was für Natur und Landwirtschaft ein Fluch war, war für den Borkenkäfer ein Segen. Gleich vier Generationen der Schädlinge konnten sich im vergangenen Jahr ausbilden und die durch die Trockenheit ohnehin schon geschwächten Bäume befallen. Nach einem durchwachsenen Winter und einem ungewöhnlich warmen Osterwochenende starten die Insekten nun in ein neues Jahr. Früher als sonst, was kein gutes Omen für die Luxemburger Wälder sein dürfte.

«Die Situation ist schon sehr kritisch», sagt Elisabeth Freymann, Diplom-Forstwirtin bei der Abteilung für Wald der Naturverwaltung. «Es konnten alle Stadien von Käfern überwintern, von Larven bis hin zu voll ausentwickelten Exemplaren.» Aufgrund der tagelangen, sehr warmen Temperaturen seien die Käfer bereits ausgeschwärmt und hätten sich schon wieder in neue Bäume eingebohrt. «Ein Schaden kann zu diesem Moment noch nicht festgestellt werden», dennoch sollten gerade private Waldbesitzer nun ein Auge auf ihre Bäume werfen.

Voraussagen sind schwierig zu machen

In den öffentlichen Wäldern seien die befallenen Bäume aus dem vergangenen Jahr entfernt worden, aber «es gibt keine rechtliche Grundlage, dass Privatwaldbesitzer dies tun müssen». Dementsprechend könnten noch einige befallene Bäume mit weiteren Stadien des Käfers in der Natur verblieben sein. «Deswegen ist es zum jetzigen Zeitpunkt auch schwierig zu sagen, wie die Auswirkungen dieses Jahr sein werden. Es hängt eben davon ab, wieviele befallene Bäume noch im Wald stehen.»

Einzig das Wetter könnte den Käfern noch einen Strich durch die Rechnung machen: «Ideal wäre es, wenn es über einige Tage nass und kühler wäre, weil die Käfer dann nicht ausschwärmen können.» Auch die Minustemperaturen über den Winter konnten den Insekten nichts anhaben: «Legt man einen Borkenkäfer ins Gefrierfach und nimmt ihn nach ein paar Tagen heraus, taut er einfach wieder auf.»

(sb/L'essentiel)

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