Gesundheit in Luxemburg

04. Juli 2016 12:34; Akt: 04.07.2016 12:34 Print

Kampf gegen Missbrauch von Medikamenten

LUXEMBURG - Trotz der Umsetzung der elektronische Patientenakte DSP wird sich der überdurchschnittliche Verbrauch von Medikamenten nur schwer eindämmen lassen.

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In Luxemburg werden überdurchschnittlich viel Medikamente eingenommen. (Bild: AFP)

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Luxemburg hat einen sehr hohen Medikamentenverbrauch. Insbesondere der Einsatz von Antibiotika und Psychopharmaka ist im Vergleich zu anderen Ländern «überdurchschnittlich hoch», wie Gesundheitsministerin Lydia Mutsch (LSAP) und der Minister für soziale Sicherheit, Romain Schneider (LSAP), am Montag mitteilten. Sie beziehen sich auf Studien der OECD und des Europäische Zentrums für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC).

Diese Übernutzung von Medikamenten kommt insbesondere daher, weil sich Patienten von «verschiedenen Ärzten behandeln lassen» und so an mehr Pillen & Co. kommen. Ärzte und Apotheker wiederum tauschen keine Informationen aus.

Probleme mit dem Recht

Am Ende des Jahres sollen alle Fachkräfte des Gesundheitswesen die elektronische Patientenakte DSP («Dossier de Soins Partagé») benutzen. Doch dies wird den Missbrauch eher nicht eindämmen, glauben die Minister. «Die Wirksamkeit eines verschreibungspflichtigen Überwachungssystems hängt vor allem mit dem regelmäßigen Austausch und der sofortigen Verfügbarkeit ab.»

Allerdings kann die DSP nicht alle Fragen klären, weil es dabei auch rechtliche Probleme gibt. Die meisten medizinischen Daten sind geschützt und der Apotheker ist nicht berechtigt, die Herausgabe eines von einem Arzt verschriebenen Medikaments zu verweigern. Darüber hinaus ist die DSP nicht zwingend erforderlich.

(Joseph Gaulier/L'essentiel)

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